Boris Becker – Wie fühlte es sich an, ganz unten zu sein
Matze Hielscher & Boris Becker
Boris Becker spricht mit schonungsloser Offenheit über seinen Absturz — von der Insolvenz über die Einsamkeit der Gefängniszelle bis zum Wunsch, endlich selbst die Fakten geradezurücken. Dabei reflektiert er, dass der Wimbledon-Sieg mit 17 Spuren hinterlassen hat, die er bis heute spürt, und dass er mit 22 dankend getauscht hätte.
„Die Einsamkeit kann dich wahnsinnig machen. Und das haben sie mir nicht gesagt.“
Erwähnte Medien (7)
Boris Becker Inside
Boris Becker
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:02:07 „Er hat ein Buch geschrieben, das nennt sich Boris Becker Inside über seine Zeit im Gefängnis. Habe ich sehr, sehr gerne gelesen und ich habe mich auch sehr darauf gefreut, ihn hier zu sprechen.“
Matze Hielscher stellt seinen Gast Boris Becker vor und erklärt den Anlass des Gesprächs. Das Buch über Beckers Gefängniszeit bildet den inhaltlichen Rahmen der gesamten Episode. Matze betont, dass er es sehr gerne gelesen hat und sich auf das Interview gefreut hat.
Musik von Louis Armstrong
Louis Armstrong
🗣 Boris Becker referenziert bei ⏱ 00:23:31 „Seine Lieblingsmusik war Louis Armstrong, also das Satchmo, Saxophon, also ein schwarzer Musiker. Er hat mich nachts um drei aufgeweckt, klein Boris, um mir Ali gegen Forman, Ali gegen Fraser anzuschauen.“
Boris Becker erzählt über die überraschend weltoffene Seite seines ansonsten konservativen Vaters. Dessen Lieblingsmusik war Louis Armstrong und sein Lieblingssportler Muhammad Ali – beides für einen konservativen Mann in den 60er/70er Jahren in Westdeutschland ungewöhnlich.
Dokumentation über Boris Becker
🗣 Matze Hielscher erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:35:13 „Was ich so ein bisschen gelesen habe, auch in Dokumentationen, war, dass der musste immer… Der musste ab einem gewissen Punkt, musste der, musste der, musste der. Was war das?“
Matze Hielscher verweist auf Dokumentationen über Boris Becker, in denen dessen unbedingter Wille und Antrieb thematisiert werden. Er nennt keinen konkreten Titel, bezieht sich aber auf mindestens eine Doku, die er gesehen hat.
Dokumentation mit Becker-Match in den USA
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:39:42 „Ich habe irgendeinen in einer Doku und Spiel gesehen, da waren sie, ich meine in Amerika, vielleicht Atlanta, kann das sein, McEnroe und alle haben geboot und es lief nicht so gut und eigentlich dann erst richtig.“
Matze beschreibt eine konkrete Szene aus einer Dokumentation, in der Becker in den USA (möglicherweise Atlanta) gegen das Publikum und Buhrufe ankämpft und ein Comeback hinlegt. Der Titel der Doku wird nicht genannt.
Biografie von Boris Becker
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:44:48 „Ich bin fasziniert, wenn ich eine Biografie wie Ihre lese und mir das alles so angucke und denke, also ich habe, da kommen wir später nochmal dazu, aber ich habe noch nie einen Menschen getroffen, der so viele Höhen und Tiefen hatte wie Sie.“
Matze Hielscher erwähnt, dass er eine Biografie über bzw. von Boris Becker gelesen hat, die ihn durch die extremen Höhen und Tiefen in Beckers Leben fasziniert hat. Ein konkreter Titel wird nicht genannt, es könnte sich um Beckers Autobiografie handeln.
The Player
Boris Becker
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 01:08:29 „Das merkt man auch in dem Buch, da geht es ums Gefängnis und auch da, Magic happens, relativ schnell wissen die Leute, ohne dass sie wissen, wer sie sind, dass sie jemand sind. Also das Licht geht an, wenn sie in den Raum reinkommen und ob das Gefängnis ist oder Club.“
Matze Hielscher bezieht sich wiederholt auf Boris Beckers Autobiografie über seine Gefängniszeit. Er zitiert daraus mehrere Stellen – die Casio-Uhr, das aufblasbare Sofa in der Mailänder Wohnung nach der Entlassung – und nutzt das Buch als Gesprächsgrundlage, um Becker zu persönlichen Themen wie Status, Geld und Neuanfang zu befragen.
The Shawshank Redemption
Frank Darabont
🗣 Boris Becker empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:34:47 „Also ich fand den besten Gefängnisfilm, den ich gesehen habe, ich kenne den Titel nur in Englisch, der heißt Shawshank Redemption mit Samuel L. Jackson.“
Boris Becker erzählt, dass er sich vor seinem Gefängnisaufenthalt mit Gefängnisfilmen auf die Situation vorbereitet hat, da er noch nie in einem Gefängnis gewesen war. Er bezeichnet Shawshank Redemption als den besten Gefängnisfilm, den er gesehen hat, merkt aber an, dass selbst dieser Film die extreme Einsamkeit der Zelle nicht realistisch dargestellt habe.