Aussteiger Gangerl – Was passiert, wenn man alles hinter sich lässt
Matze Hielscher & Gangerl
Wolfgang Clemens, genannt Gangerl, hat 1988 sein bürgerliches Leben aufgegeben, sich selbst ein Schiff gebaut und segelt seither durch die Welt — 131 Länder, Begegnungen mit Piraten, Nahtoderfahrungen auf hoher See. Mit 83 Jahren erzählt er auf einem Schiff in Berlin, warum ihn die Zivilisation krank macht und sein Boot das Mittel zur Freiheit ist.
„Ich bin feig gegenüber der Realität. Die Realität sind Städte, ist Zivilisation, ist Arbeit, ist Müll, ist Lüge. Und wenn ich der entfliehen kann, wo nichts ist, dann bin ich dann im Himmel.“
Erwähnte Medien (6)
Die Schlacht von Walorka
🗣 Gangerl erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:13:59 „Da haben sie mich mit Tomaten und allem Zeug gekriegt. Und das ist also weitergegangen bis zur Bild-Zeitung die Schlacht von Walorka auf der Titelseite.“
Gangerl erzählt von Konflikten mit anderen Seglern im Mittelmeer, die sein größeres Boot beneideten und ihn mit Eiern und Tomaten bewarfen. Der Vorfall eskalierte so weit, dass die Bild-Zeitung auf der Titelseite über die 'Schlacht von Walorka' berichtete.
Die Schlacht von Valor
🗣 Gangerl erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:14:09 „Und das ist also weitergegangen bis zur Bild-Zeitung die Schlacht von Valor kam. Auf der Titelseite.“
Gangerl erzählt von einem Vorfall im Mittelmeer, über den die Bild-Zeitung auf der Titelseite berichtet hat
Dokumentarfilm über Gangerl
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:15:25 „Du bist verhaftet worden, weil du getaucht hast und du hast, das habe ich in deinem Dokumentarfilm gesehen.“
Matze spricht über Gangerls Verhaftung in Griechenland wegen illegaler Bergung von Fundstücken beim Tauchen. Er erwähnt, dass er diese Geschichte bereits in einem Dokumentarfilm über Gangerl gesehen hat. Der genaue Titel des Films wird nicht genannt.
Die Abenteuer des Huckleberry Finn
Mark Twain
🗣 Gangerl referenziert bei ⏱ 00:20:07 „Ich war also so ein Hagelbeere-Finn. Am schlimmsten war der Pfarrer. Der hat mich laufend geschlagen, grün und blau geschlagen.“
Gangerl beschreibt seine wilde Kindheit in Bayern nach der Vertreibung aus Breslau. Er vergleich sich mit Huckleberry Finn, weil er als hungriges Flüchtlingskind ständig klaute, die Schule schwänzte, sich im Wald Höhlen baute und gegen die Lehrerschaft rebellierte. Er verwendet den Vergleich zweimal im Gespräch.
Rambo
Ted Kotcheff / Sylvester Stallone
🗣 Gangerl referenziert bei ⏱ 01:07:09 „Hab mir gedacht, den gehe ich jetzt rüber, den erschieße ich. Hätte ich natürlich nicht gemacht, aber ich wollte ihm bloß Angst einjagen. Dann habe ich aber Gott sei Dank nochmal mein Hirn eingeschaltet, ich kann ja nicht wie Rambo hier mit der Pumpgun rumrennen.“
Gangerl erzählt eine Anekdote von einem Atoll, wo ihm ein Dorfchef seinen Revolver gestohlen hat. Als er mit einer Pumpgun losziehen will, hält er inne und vergleicht sich selbst ironisch mit Rambo – ein beiläufiger kultureller Verweis, um die Absurdität der Situation zu unterstreichen.
Ausgestiegen
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 01:15:30 „Ich möchte euch auf eine Dokumentation hinweisen über ihn. Die heißt Ausgestiegen und die gibt es ab jetzt im Kino zu sehen. Ist eine wirklich großartige Dokumentation. Ich habe die im Vorfeld gesehen, hat mich total begeistert.“
Am Ende der Folge empfiehlt Matze Hielscher eine Kino-Dokumentation über seinen Gast Gangerl. Er beschreibt den Film als großartig und betont, dass man darin sowohl die Abenteuer als auch die besondere Persönlichkeit Gangerls erleben könne. Es ist eine enthusiastische, direkte Empfehlung.