Hotel Matze – Porzellanmanufaktur Uli und Heike Raupach - Wie gelingt gutes Dorfleben
#471

Porzellanmanufaktur Uli und Heike Raupach - Wie gelingt gutes Dorfleben

Hotel Matze / 06. August 2025 / 19 Medien

Matze Hielscher & Uli Raupach, Heike Raupach

Uli und Heike Raupach betreiben eine Porzellanmanufaktur im sächsischen Dorf Peritz und haben dort mit einer monatlichen offenen Bühne einen Treffpunkt geschaffen, der regelmäßig 100 Menschen zusammenbringt — Nachbarn, die sich trotz weniger Kilometer Entfernung jahrelang nicht gesehen hatten. Dabei geht es nicht nur um Musik, sondern um echte Begegnung: Man redet miteinander, auch über schwierige Themen wie AfD-Protest in der Nachbarschaft. Ihr Rezept für gutes Dorfleben ist entwaffnende Offenheit — die Spinnweben in den Ecken bleiben, das Haus ist hinten nicht verputzt, und genau das gibt den Leuten das Gefühl, willkommen zu sein.

„Die Leute fühlen sich deswegen hier so wohl, weil die sehen, die haben Spinnweben in den Ecken. Das ist alles im Wandel. Und deswegen fühlen sich viele hier wohl.“
🗣 Uli Raupach

Erwähnte Medien (19)

Zeitungsartikel über den Glashof in Riesa
Artikel

Zeitungsartikel über den Glashof in Riesa

🗣 Uli Raupach erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:08:17 „Ich habe dann in der Zeitung über einen Glashof in Riesa, Andreas Hartsch, einer der Musikmacht, war ein Artikel, aber eigentlich über seine Galerie, die er da mit Glaskunst betreibt. Da bin ich hin, hab gesagt, guten Tag, wir sind hierher gezogen, bin der Uli.“

Uli Raupach erzählt, wie er nach dem Umzug aufs Land Angst hatte, keine Musikpartner mehr zu finden. Über einen Zeitungsartikel über Andreas Hartschs Glaskunst-Galerie in Riesa wurde er auf diesen aufmerksam, besuchte ihn – und entdeckte, dass beide eine Leidenschaft für improvisierte Musik teilten. Daraus entstand das Duo 'Spontanzerfall'.

Zum Artikel bei Spiegel
🎤
Rede

Comedy-Routine (Schlüssel zur Zweitwohnung)

Johann König

🗣 Uli Raupach zitiert daraus bei ⏱ 00:25:55 „Der Schlüssel zur Zweitwohnung, das war glaube ich Johann König. Was ist der Schlüssel zum Glück? Der Schlüssel zur Zweitwohnung.“

Im Gespräch über getrennte Schlafzimmer als Geheimnis einer langen Ehe zitiert Uli Raupach einen bekannten Witz des Komikers Johann König über den Schlüssel zum Glück.

▶️ YouTube 🔍 Google
Lanz & Precht
Podcast

Lanz & Precht

Richard David Precht, Markus Lanz

🗣 Uli Raupach referenziert bei ⏱ 01:00:30 „Ansonsten fühlen wir uns vertreten von, dürfen wir jetzt ja auch einen Namen nennen, also ich finde zum Beispiel, oder wir finden beide, Lanz Brecht, den Podcast immer sehr gut.“

Im Gespräch über politische Repräsentation und das Gefühl, gehört zu werden, nennt Uli Raupach den Podcast Lanz & Precht als eine Stimme, von der sie sich vertreten fühlen. Es geht um die Frage, welche öffentlichen Intellektuellen und Medien die Sichtweisen der ländlichen Bevölkerung in Sachsen widerspiegeln.

🎧 Spotify 🎙️ Apple Podcasts
Podcast Harald Welzer und Diana Kinnert
Podcast

Podcast Harald Welzer und Diana Kinnert

Harald Welzer, Diana Kinnert

🗣 Uli Raupach empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:00:42 „Dann Harald Welser, wenn er mit Frau Kinnert redet.“

Als eine weitere Stimme, von der sich die Gesprächspartner vertreten fühlen, nennt Uli Raupach die Gespräche zwischen Harald Welzer und Diana Kinnert. Dies steht im Kontext der Frage, welche Medien und Intellektuellen ihre Lebensrealität auf dem sächsischen Land widerspiegeln.

🎧 Spotify 🎙️ Apple Podcasts
Sahra Wagenknecht-Bücher
Buch

Sahra Wagenknecht-Bücher

Sahra Wagenknecht

🗣 Unbekannt referenziert bei ⏱ 01:01:01 „Wenn man jetzt ein Wagenknecht-Buch liest zum Beispiel, was ich hin und wieder tue, da kommt man nicht auf die Idee, dass die Frau Stalinistin ist. Das ist völliger Quatsch.“

Im Kontext der Frage, welche Stimmen die Gesprächspartner als politisch vertretend empfinden, erwähnt der Sprecher, dass er gelegentlich Bücher von Sahra Wagenknecht liest. Er verteidigt ihren intellektuellen Ansatz gegen das Klischee der Stalinistin.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books
Übermenschen
Buch

Übermenschen

Juli Zeh

🗣 Matze Hielscher empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:01:44 „Wie heißt das gleich? Ich habe es jetzt nicht im Kopf. Übermenschen. Unterleuten, Übermenschen.“

Im Gespräch über Juli Zeh als öffentliche Intellektuelle, die das Landleben und rechte Nachbarschaften literarisch verarbeitet, werden ihre Romane aufgezählt. Übermenschen wird als eines der Bücher genannt, das die Lebenswirklichkeit auf dem Land treffend beschreibt.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books
Unter Leuten
Buch

Unter Leuten

Juli Zeh

🗣 Matze Hielscher empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:01:45 „Unter Leuten war das Windkraftwerk-Ding. Großartig.“

Matze und Uli ordnen gemeinsam die Bücher von Juli Zeh ein, die sie als öffentliche Intellektuelle sehr schätzen

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books
Über Menschen
Buch

Über Menschen

Juli Zeh

🗣 Matze Hielscher empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:01:45 „Über Menschen. Unter Leuten war das Windkraftwerk-Ding.“

Wird im Gespräch über Juli Zehs Bücher zum Landleben und zum Umgang mit rechten Nachbarn erwähnt

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books
Bücher von Sahra Wagenknecht
Buch

Bücher von Sahra Wagenknecht

Sahra Wagenknecht

🗣 Uli Raupach referenziert bei ⏱ 01:01:45 „Wenn man jetzt ein Wagenknecht-Buch liest zum Beispiel, was ich hin und wieder tue, da kommt man nicht auf die Idee, dass die Frau Stalinistin ist.“

Uli verteidigt die intellektuelle Redlichkeit von Wagenknechts Büchern gegenüber der medialen Darstellung

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books
Unterleuten
Buch

Unterleuten

Juli Zeh

🗣 Uli Raupach empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:01:49 „Unterleuten war das Windkraftwerk-Ding. Großartig.“

Uli Raupach erinnert sich begeistert an Juli Zehs Roman Unterleuten, der einen Dorfkonflikt um ein Windkraftprojekt beschreibt. Das Buch wird als großartig bezeichnet und steht im Kontext der Diskussion über das Landleben und dörfliche Konflikte.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books
📺
Serie

Gespräch mit Juli Zeh bei Barbara Bleisch

🗣 Unbekannt referenziert bei ⏱ 01:02:33 „Und da gab es zum Beispiel ein Gespräch, da saß Juli C. bei Barbara Bleisch und ist richtig sauer geworden, als es um Worte Bautism ging.“

Der Sprecher erinnert an einen TV-Auftritt von Juli Zeh bei Barbara Bleisch (vermutlich Sternstunde Philosophie), bei dem Zeh emotional auf den Vorwurf des Whataboutism reagierte. Er nutzt das als Beispiel dafür, wie Totschlagargumente öffentliche Diskussionen abwürgen.

🛒 Amazon * 📺 JustWatch ▶️ YouTube
🎤
Rede

Diskussion Hartmut Rosa und Masala

Hartmut Rosa

🗣 Uli Raupach referenziert bei ⏱ 01:03:29 „Da gab es jetzt eine Diskussion zwischen Hartmut Rosa und Masala. Auf jeden Fall haben die sich nichts geschenkt und es blieb offen. Also es war so eine freundschaftlichen Diskussion. Ich habe im Ausschnitt gehört, es war total fair.“

Uli Raupach erwähnt eine Debatte zwischen dem Soziologen Hartmut Rosa und Masala, die sie als vorbildlich für fairen intellektuellen Diskurs empfand. Beide Teilnehmer verabschiedeten sich mit dem Wunsch, das Gespräch fortzusetzen — ein Beispiel für konstruktive Streitkultur.

▶️ YouTube 🔍 Google
Diskussion Hartmut Rosa und Carlo Masala
Rede

Diskussion Hartmut Rosa und Carlo Masala

🗣 Uli Raupach referenziert bei ⏱ 01:04:02 „Da gab es jetzt eine Diskussion zwischen Hartmut Rosa und Carlo Masala. Auf jeden Fall haben die sich nichts geschenkt und es blieb offen. ... es war total fair erläutert. Und die sind beide gegangen und haben gesagt, wir müssen uns wieder treffen.“

Uli beschreibt eine öffentliche Debatte zwischen dem Soziologen Rosa und dem Politikwissenschaftler Masala als Vorbild für faire Diskussionskultur

▶️ YouTube 🔍 Google
Harald Welzer und Diana Kinnert im Gespräch
Rede

Harald Welzer und Diana Kinnert im Gespräch

🗣 Uli Raupach referenziert bei ⏱ 01:06:54 „da habe ich Harald Welzer und Jana Kinnert gehört. Und der meinte, man muss gucken, dass man einen guten Ort findet oder einen guten Ort schafft.“

Heike/Uli erzählen, dass ein Gespräch zwischen Welzer und Kinnert sie inspiriert hat, ihre offene Bühne zu starten

▶️ YouTube 🔍 Google
Ottolenghi-Kochbuch
Buch

Ottolenghi-Kochbuch

Yotam Ottolenghi

🗣 Uli Raupach erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:06:54 „Das ist ein Ottolenghi-Rezept.“

Die Sesam-Haselnuss-Schnecken, die bei der offenen Bühne angeboten werden, stammen aus einem Ottolenghi-Kochbuch

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books
Aussage Harald Welzer über gute Orte schaffen
Rede

Aussage Harald Welzer über gute Orte schaffen

Harald Welzer

🗣 Uli Raupach zitiert daraus bei ⏱ 01:10:30 „Und da habe ich Harald Welzer und Jana Kinnert gehört. Und der meinte, man muss gucken, dass man einen guten Ort findet oder einen guten Ort schafft. Ja. Und das dachte ich, da haben wir uns ein bisschen angesprochen gefühlt.“

Uli Raupach erzählt, wie eine Aussage von Harald Welzer im Gespräch mit Diana Kinnert — man müsse einen guten Ort schaffen — sie und ihren Partner direkt inspirierte, ihren Saal für die monatliche offene Bühne zu öffnen. Dies war der emotionale Auslöser für ihr Kulturprojekt im Dorf.

▶️ YouTube 🔍 Google
Unverfügbarkeit
Buch

Unverfügbarkeit

Hartmut Rosa

🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 01:19:00 „Hartmut Rosa spricht ja auch von der Resonanz, dass du es auch nicht immer kriegst. Es gibt eine Unverfügbarkeit. Und das ist es wahrscheinlich, dass man gar nicht genau weiß, was passiert hier.“

Im selben Gedankengang verweist Matze Hielscher auf Rosas Konzept der Unverfügbarkeit – dass echte Erfahrungen sich nicht planen oder garantieren lassen. Er nutzt den Begriff, um den Reiz der offenen Bühne zu erklären: Gerade weil man nicht weiß, was einen erwartet, entsteht etwas Authentisches.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books
Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung
Buch

Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung

Hartmut Rosa

🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 01:19:25 „Hartmut Rosa spricht ja auch von der Resonanz, dass du es auch nicht immer kriegst. Es gibt eine Unverfügbarkeit.“

Matze nutzt Hartmut Rosas Resonanz-Konzept, um das Besondere der offenen Bühne und des Handwerks zu erklären

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books
Baker Street
Musik

Baker Street

Gerry Rafferty

🗣 Uli Raupach referenziert bei ⏱ 01:20:27 „Da gibt es dann zum Beispiel einen Sänger, der hat früher in einer Krankenkasse gearbeitet, der ist jetzt in Rente und der singt, also es war damals, glaube ich, Baker Street hat er gesungen und dann kam der Musikschullehrer und spielte Saxophon und ging dann so durch die Massen durch.“

Uli Raupach erzählt eine Anekdote von der offenen Bühne, bei der ein pensionierter Krankenkassen-Mitarbeiter Baker Street sang und spontan ein Musikschullehrer mit dem Saxophon einstieg. Die Geschichte illustriert, wie durch die offene Bühne neue Bandprojekte entstehen und Menschen sich musikalisch neu entdecken.

🛒 Amazon * 🎧 Spotify ▶️ YouTube