KI-Experte Gregor Schmalzried – Wie nutzen wir KI richtig
Matze Hielscher & Gregor Schmalzried
Gregor Schmalzried ordnet generative KI als neues Massenmedium ein, vergleichbar mit früheren technologischen Umbrüchen — und verrät, wo wir uns auf dieser Zeitachse gerade befinden. Das Gespräch bewegt sich von einer Bestandsaufnahme über eine praktische Masterclass mit ChatGPT und Claude bis hin zu den ethischen Grenzen einer Technologie, deren Schöpfer selbst nicht genau wissen, wofür sie gedacht ist.
„Die Technologie, mit der wir es zu tun haben, ist eine, die nicht alleine von den Menschen bestimmt werden sollte, die die gebaut haben. Unter anderem, weil die selber gar nicht so genau verstehen, wofür die da ist.“
Erwähnte Medien (12)
KI-Podcast
ARD
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:01:40 „Mein heutiger Gast ist Gregor Schmalzried. Gregor ist KI-Experte und er spricht wöchentlich darüber im KI-Podcast der ARD oder schreibt in seinem Newsletter darüber.“
Matze Hielscher stellt seinen Gast Gregor Schmalzried vor und nennt den KI-Podcast der ARD als dessen wöchentliches Format. Die Erwähnung dient der Einordnung von Gregors Expertise, nicht als eigenständige Empfehlung.
Her
Spike Jonze
🗣 Gregor Schmalzried referenziert bei ⏱ 00:04:24 „Aber vielleicht sind wir auch in einem Arthouse-Film. Her ist ja so ein Film, über den Leute jetzt immer sehr gerne sprechen, wo Joaquin Phoenix sich in seine KI verliebt und das passiert jetzt schon. Also den Plot kann man letztlich von Anfang bis Ende durch erzählen, wenn man möchte und muss dafür gar nicht auf die Zukunft warten.“
Gregor nutzt Filmmetaphern, um zu erklären, wo wir uns in der KI-Entwicklung befinden. Während ein Science-Fiction-Blockbuster noch am Anfang stünde, sei der Arthouse-Film 'Her' – in dem sich Joaquin Phoenix in eine KI verliebt – bereits vollständig Realität geworden. Die Pointe: Man könne den kompletten Plot des Films durcherzählen, ohne auf die Zukunft warten zu müssen.
Star Trek
Gene Roddenberry
🗣 Gregor Schmalzried referenziert bei ⏱ 00:06:59 „Wie in Star Trek. Star Trek ist ja immer so die Utopie, über die Leute gerne reden. Aber das Problem ist ja, in der Welt von Star Trek gab es ja mal so eine Phase kurz vor Star Trek, wo alles ganz, ganz schlimm war. Und erst aus dieser Katastrophe hat sich das wieder rausgebildet.“
Im Gespräch über die Frage, ob KI in eine Utopie oder Dystopie führt, verweist Gregor auf Star Trek als das klassische Bild einer technologischen Utopie. Sein Punkt: Selbst in Star Trek musste die Menschheit erst eine Katastrophe durchleben, bevor die bessere Welt entstand – ein Muster, das er bei KI lieber vermeiden würde.
Newsletter von Gregor Schmalzried
Gregor Schmalzried
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:13:30 „Ich kenne dich ja vor allen Dingen durch dein Newsletter und das fand ich, also du warst mit der Erste, der über KI geschrieben hat“
Matze lobt Gregors Newsletter als besonders zugänglich und verständlich geschrieben zum Thema KI
Malcolm Gladwell (Werke allgemein)
Malcolm Gladwell
🗣 Gregor Schmalzried erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:49:37 „Also so Malcolm Gladwell oder so, die einfach etabliert sind. Ich meine ja vor allem Gedanken um die, die es vielleicht noch nicht dazu geschafft haben. Also über den nächsten Malcolm Gladwell.“
Als Beispiel für einen etablierten Autor, dessen persönliche Stimme in Texten erkennbar ist – im Kontrast zu KI-generierten Texten
Artikel über Jobverlust durch Maschinen (1910er Jahre)
🗣 Gregor Schmalzried referenziert bei ⏱ 00:52:23 „Man kann in die 1910er Jahre zurückgehen und findet Artikel in den New York Times, wo Leute Angst davor haben, dass alle Jobs wegfallen wegen der Maschinen. Also in gewisser Weise ist das eine Debatte, die wir schon immer führen.“
Gregor Schmalzried relativiert die Angst vor KI-bedingtem Jobverlust, indem er darauf hinweist, dass diese Debatte nicht neu ist. Er verweist auf historische Zeitungsartikel aus den 1910er Jahren in der New York Times, in denen bereits dieselben Befürchtungen gegenüber Maschinen geäußert wurden – als Argument, dass technologischer Wandel bisher nicht zu massenhaftem Jobverlust geführt hat.
Final Destination (Filmreihe)
🗣 Gregor Schmalzried referenziert bei ⏱ 01:01:09 „Ich wollte rausfinden, ob der neue Final Destination Film zum Beispiel, den, ich habe noch nie einen Final Destination Film gesehen, obwohl ich eigentlich großer Horror-Guy bin. Jetzt wollte ich wissen, welche von den vorherigen Filmen muss ich denn gesehen haben, damit ich den neuen verstehe.“
Gregor nutzt die Final-Destination-Reihe als konkretes Beispiel dafür, wie KI im Alltag nützlich sein kann. Er wollte wissen, welche Teile er vor dem neuen Film sehen muss, ohne gespoilert zu werden – eine Aufgabe, die er Google nicht zutraute, aber der KI schon. Das Ergebnis: Teil 1, 2 und 5 seien nötig.
Thomas die Lokomotive
🗣 Gregor Schmalzried erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:36:30 „Ich habe einen Tweet neulich gesehen von jemandem, der meinte, dass sein Kind Chat-GPT versehentlich mehr oder weniger unbeaufsichtigt benutzen konnte. Und was er dann gemacht hat, war, er hat irgendwie zwei Stunden lang mit dem über Thomas die Lokomotive geredet.“
Gregor erzählt eine Anekdote über ein kleines Kind, das unbeaufsichtigt mit ChatGPT zwei Stunden über Thomas die Lokomotive sprach – begeistert, weil die KI im Gegensatz zu Erwachsenen nie ungeduldig wird. Er nutzt das Beispiel, um die Chancen und Risiken von KI-Interaktion bei Kindern zu diskutieren: Die KI gibt keine Reibung, kein Geben und Nehmen, was für die soziale Entwicklung problematisch sein könnte.
Terminator
James Cameron
🗣 Gregor Schmalzried referenziert bei ⏱ 01:48:48 „Ja, Skynet aus dem Terminator. Also das ist die Idee. Die Idee ist die, dass wir reden aktuell, wenn wir über KI reden, über etwas, das nennt sich auch Narrow AI oder schwache KI.“
Gregor Schmalzried erklärt das Konzept der Superintelligenz und greift dabei auf die populärkulturelle Referenz Skynet aus dem Terminator zurück, um die Vorstellung einer übermächtigen, eigenständig handelnden KI zu veranschaulichen. Er nutzt den Film als Einstieg, um den Unterschied zwischen schwacher KI und einer hypothetischen Superintelligenz zu erklären.
Hörspielserie (in Arbeit)
Gregor Schmalzried
🗣 Gregor Schmalzried erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:57:37 „Ich schreibe auch Fiction, also ich schreibe eine Hörspielserie zum Beispiel“
Gregor erwähnt ein eigenes kreatives Projekt als Beispiel dafür, was er trotz KI-Fähigkeiten weiterhin selbst machen möchte
Folge mit Verena König
Hotel Matze / Matze Hielscher
🗣 Matze Hielscher empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:02:46 „möchte ich euch die Folge mit Verena König empfehlen. Da geht es um Trauma. War auch wieder mein Ziel, eine Masterclass zu dem Thema zu machen.“
Empfehlung einer anderen Hotel-Matze-Folge zum Thema Trauma als weiterführender Hörtipp
Conclave
Edward Berger
🗣 Gregor Schmalzried referenziert bei ⏱ 02:03:32 „Hast du Conclave gesehen, den Film? Ja. Es gibt diesen Satz von Ralph Fiennes. Es geht um die Papstwahl, genau. Haben ja sehr viele jetzt nochmal geguckt, wegen der, die wir im Real Life hatten. Gibt diesen Satz am Anfang von seiner Rede oder irgendwo in der Mitte, wo er sagt, Certainty is the enemy of unity.“
Auf die Abschlussfrage, was er auf eine Plakatwand am Alexanderplatz schreiben würde, zitiert Gregor Schmalzried den Film Conclave mit Ralph Fiennes. Er wählt das Zitat 'Certainty is the enemy of unity' – die Gewissheit ist der Feind der Einigkeit – als persönliche Botschaft. Er merkt an, dass viele den Film wegen der realen Papstwahl nochmal geschaut haben.