Check In mit Philip Siefer – Wir wollen nicht schlecht über Trump reden
Matze Hielscher & Gäste
Philip Siefer und Matze Hielscher checken zum ersten Mal 2025 ein und sprechen über die emotionale Wucht der aktuellen Weltlage — zwischen Angst vor politischen Entwicklungen und dem Versuch, trotzdem im eigenen Leben präsent zu bleiben. Philip Siefer beschreibt die Dissonanz zwischen Sonnenschein vor der Tür und der Traurigkeit über globale Krisen, und wie er versucht, nicht sofort alles zu rationalisieren, sondern erstmal zu spüren, was wirklich da ist.
„Es gibt doch dieses Bild mit dem Verhandeln mit rechts, dass es ist wie mit einer Taube Schach zu spielen. In irgendeinem Moment wird die Taube alle Figuren umschmeißen, aufs Spielfeld kacken und wegfliegen.“
Erwähnte Medien (9)
Merkel-Interview im Spiegel
🗣 Philip Siefer referenziert bei ⏱ 00:18:26 „Merkel hatte doch letztens dieses... Manchmal ist es auch gut, die Wand anzuschalten. Ja, hat es im Spiegel gesagt“
Philip zitiert Angela Merkel aus einem Spiegel-Interview, in dem sie sagt, dass es manchmal gut sei, die Wand anzuschreien – als Beispiel für den Umgang mit Frustration in Führungspositionen
Spiegel-Interview mit Angela Merkel
Melanie Amann, Thomas Fickre
🗣 Philip Siefer referenziert bei ⏱ 00:18:54 „Merkel hatte doch letztens dieses... Manchmal ist es auch gut, die Wand anzuschalten. Ja, hat es im Spiegel gesagt, genau.“
Im Gespräch über Transparenz und Führung zitiert Philip Siefer Angela Merkels Aussage aus einem Spiegel-Interview, dass es manchmal gut sei, 'die Wand anzuschalten' — also bewusst einen Schutzfilter zwischen sich und bestimmte Informationen zu setzen. Das Zitat dient ihm als Bestätigung dafür, dass auch erfahrene Führungspersönlichkeiten nicht immer volle Transparenz für sinnvoll halten.
Dare to Lead
Brené Brown
🗣 Philip Siefer referenziert bei ⏱ 00:18:58 „Da habe ich echt gedacht, also es hat mir viel über meine, ich habe da gerade dieses Brené Brown, der To Lead gelesen und da habe ich viel über meine eigene Art zu führen und was daran ist gut und was daran ist nicht so gut und da habe ich gedacht, Mann ey, das könntest du auch zwischendurch mal machen.“
Philip Siefer spricht über Transparenz in der Führung und wie die Trump-Selensky-Pressekonferenz ihn an eigene Führungsfehler erinnert. Das Buch von Brené Brown hat ihn dazu gebracht, seine eigene Art zu führen zu reflektieren — insbesondere die Erkenntnis, dass Transparenz manchmal auch Oversharing sein kann und dass nicht jede Information fürs gesamte Team bestimmt ist.
Artikel über Nachbardorf ('Der nächste Ausländer lebt 30 Kilometer entfernt')
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:48:04 „Ich habe einen Artikel über unser Nachbardorf, da stand in der Überschrift, der nächste Ausländer lebt 30 Kilometer entfernt.“
Matze Hielscher spricht über die Diskrepanz zwischen AfD-Wahlerfolgen im ländlichen Ostdeutschland und der tatsächlichen Migrationssituation vor Ort. Er verweist auf einen Artikel über sein Nachbardorf, dessen Überschrift pointiert zusammenfasst, dass dort weit und breit keine Migranten leben – obwohl die Gegend massiv AfD plakatiert ist.
Unverfügbarkeit
Hartmut Rosa
🗣 Philip Siefer referenziert bei ⏱ 01:02:43 „Da ist zum Beispiel ganz viel Hartmut Rosa, wir haben doch über diese Unverfügbarkeit mehrfach gesprochen und da ist total viel Hartmut Rosa drin“
Philip erwähnt Hartmut Rosas Konzept der Unverfügbarkeit im Zusammenhang mit Liv Strömquists Buch, über das sie offenbar schon in früheren Folgen gesprochen haben
Liv Strömquist über Astrologie
Liv Strömquist
🗣 Philip Siefer referenziert bei ⏱ 01:02:43 „du hattest ja quasi die Einstiegsdroge Liv Strömquist über Astrologie. Wunderbar. Das fandest du wunderbar.“
Matze hat zuvor bereits ein Buch von Liv Strömquist zum Thema Astrologie gelesen, das als Einstieg in ihr Werk diente
Ich fühl's nicht
Liv Strömquist
🗣 Philip Siefer referenziert bei ⏱ 01:04:34 „So, dann habe ich dir noch was mitgebracht, weil du hattest ja quasi die Einstiegsdroge Liv Strömquist über Astrologie. Wunderbar. Das fandest du wunderbar.“
Philip Siefer verweist auf ein früheres Buch von Liv Strömquist über Astrologie, das Matze Hielscher bereits gelesen hatte und als 'Einstiegsdroge' bezeichnet. Der genaue Titel wird nicht genannt, es handelt sich aber sehr wahrscheinlich um 'Ich fühl's nicht', Strömquists Comic-Essay über Astrologie und Liebe. Matze merkt an, dass er es auch als Vorbereitung für seine Podcast-Gäste liest.
Der Ursprung der Welt
Liv Strömquist
🗣 Philip Siefer referenziert bei ⏱ 01:05:04 „Liv Strömquist hat aber ja noch so ein paar un-edgierere Sachen geschrieben, und zwar über hier das erste Buch von ihr, heißt Der Ursprung der Welt. Das ist fantastisch. Also es ist einfach eine super Zusammenfassung über Feminismus, Patriarchat, woher kommt eigentlich diese ganze Fragmentierung zwischen Männern und Frauen und wieso. Mit super, ja auch super viel Quellen und wissenschaftlichen Zitaten und so. Großartig.“
Philip Siefer schenkt Matze Hielscher zwei Bücher von Liv Strömquist als Leihgabe. Er beschreibt 'Der Ursprung der Welt' als fantastische Zusammenfassung über Feminismus und Patriarchat, die mit vielen wissenschaftlichen Quellen arbeitet. Es ist das erste Buch der schwedischen Comic-Autorin und wird als weniger provokant als ihre späteren Werke eingeordnet.
Das Orakel spricht
Liv Strömquist
🗣 Philip Siefer referenziert bei ⏱ 01:05:52 „Und dann, das neueste Buch von ihr heißt Das Orakel spricht. Und das ist auch absoluter Hammer, weil es da total viel darum geht, wie es jetzt gerade ist, wieso wir da sind, also was sie so denkt. Da ist zum Beispiel ganz viel Hartmut Rosa, wir haben doch über diese Unverfügbarkeit mehrfach gesprochen und da ist total viel Hartmut Rosa drin.“
Philip Siefer empfiehlt Matze Hielscher das neueste Buch von Liv Strömquist als 'absoluten Hammer'. Er hebt hervor, dass das Buch viel von Hartmut Rosas Konzept der Unverfügbarkeit aufgreift und einen einzigartigen Perspektivwechsel ermöglicht — man schaue durch Strömquists Brille in die Welt und sehe sie anders, als man es selbst tun würde.