Caren Miosga – Wie viel Wahrheit verträgt die Öffentlichkeit
Matze Hielscher & Gäste
Caren Miosga spricht über den Sprung von 17 Jahren Tagesthemen zu ihrer eigenen Politik-Talkshow — und darüber, was gute Fragen ausmacht: Politiker kommen mit vorgefertigten Botschaften, und wenn es gelingt, sie aus diesem Sprachgerüst aufzuscheuchen, war es wahrscheinlich eine gute Frage. Trotz der Dauerkonfrontation mit politischen Inszenierungen bewahrt sie sich eine auffällige Abwesenheit von Zynismus und die Überzeugung, dass es immer Lösungen gibt.
„Ich glaube, es gibt immer Lösungen. Es gibt immer Lösungen und das ist der Grund, warum wir über Probleme reden.“
Erwähnte Medien (20)
Vicky Leandros
Vicky Leandros
🗣 Caren Miosga erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:16:26 „Die hörten so Peter Kraus oder natürlich deutsche Schlager, Vicky Leandros zum Beispiel. Auch schön.“
Vicky Leandros wird als typische Vertreterin des deutschen Schlagers genannt, den Caren Miosgas Eltern hörten. Ihr eigener Geschmack entwickelte sich bewusst in eine andere Richtung.
Sind so kleine Hände
Bettina Wegner
🗣 Caren Miosga referenziert bei ⏱ 00:17:07 „Klaus Hoffmann, Bettina Wigner. Sind so kleine Hände, sagt dir nichts? Nein. Das gibt es doch nicht.“
Caren Miosga erzählt von der Musik ihrer Jugend und den deutschen Liedermachern, die sie damals gehört hat. Sie ist überrascht, dass Matze Hielscher das Lied nicht kennt, und zählt es zu den prägenden Werken ihrer musikalischen Sozialisation.
Jacques Brel auf Deutsch
Klaus Hoffmann
🗣 Caren Miosga referenziert bei ⏱ 00:17:11 „Klaus Hoffmann hat die Jacques Brel-Sachen auf Deutsch gesungen.“
Caren Miosga beschreibt ihre frühe Begeisterung für deutsche Liedermacher. Klaus Hoffmann hat die Chansons von Jacques Brel ins Deutsche übertragen, was Caren Miosga offenbar stark geprägt hat. Matze notiert sich den Namen sofort.
Jacques Brel
Jacques Brel
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:17:11 „Jacques Brel kenne ich natürlich. Klaus Hoffmann hat die Jacques Brel-Sachen auf Deutsch gesungen.“
Caren Miosga erzählt von ihren musikalischen Prägungen als Jugendliche und erwähnt Klaus Hoffmanns deutsche Versionen von Jacques Brel. Matze Hielscher bestätigt, Jacques Brel als eigenständigen Künstler zu kennen. Brel wird als Originalinterpret hinter den deutschsprachigen Adaptionen referenziert.
Was wollen wir trinken (Sieben Tage lang)
Bots
🗣 Caren Miosga empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:17:22 „Oder Botts kennst du aber. Nein. Was wollen wir trinken? Sieben Tage lang. Kennst du nicht?“
Caren Miosga testet Matze Hielschers Wissen über die Musik ihrer Jugend und ist erstaunt, dass er auch den Partyklassiker der niederländischen Band Bots nicht kennt. Die Passage zeigt den Generationsunterschied zwischen den beiden.
Hüsker Dü
Hüsker Dü
🗣 Caren Miosga referenziert bei ⏱ 00:17:46 „Und dann kamen wir eher so ein bisschen in die Schrabbelkeller. Dann wurde das punkiger. Dann kam es Husker Dü zum Beispiel.“
Caren Miosga beschreibt ihren musikalischen Wandel, als sie von Peine nach Hannover zog. Der Wechsel von deutschen Liedermachern zu Punkrock markiert für sie eine neue Lebensphase und ein neues Umfeld in der größeren Stadt.
The Strokes
The Strokes
🗣 Caren Miosga erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:17:56 „Dann haben wir auch die Strokes und so. Dieser Sache kommen wir näher.“
In der Aufzählung ihrer musikalischen Phasen erwähnt Caren Miosga die Strokes als weitere Station. Matze Hielscher reagiert erleichtert, weil er die Band endlich kennt – die vorherigen Referenzen waren ihm fremd.
Nirvana
Nirvana
🗣 Matze Hielscher erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:18:16 „Also bei uns war es quasi, man musste sich entscheiden, entweder war man eher so Blümchen, also wahnsinnig gut drauf natürlich, diese Culture Beat und wie das alles hieß oder war natürlich direkt traurig Nirvana und Co.“
Matze Hielscher beschreibt die musikalische Spaltung seiner eigenen Jugend: entweder fröhlicher Eurodance oder melancholischer Grunge. Nirvana steht für die düstere Seite dieser Entscheidung.
Blümchen
Jasmin Wagner / Blümchen
🗣 Matze Hielscher erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:18:16 „Also bei uns war es quasi, man musste sich entscheiden, entweder war man eher so Blümchen, also wahnsinnig gut drauf natürlich, diese Culture Beat und wie das alles hieß oder war natürlich direkt traurig Nirvana und Co.“
Matze Hielscher nutzt Blümchen als Symbol für die fröhliche Eurodance-Seite der 90er-Jugendkultur, die im Gegensatz zu Nirvana und Grunge stand.
Culture Beat
Culture Beat
🗣 Matze Hielscher erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:18:16 „Also bei uns war es quasi, man musste sich entscheiden, entweder war man eher so Blümchen, also wahnsinnig gut drauf natürlich, diese Culture Beat und wie das alles hieß oder war natürlich direkt traurig Nirvana und Co.“
Culture Beat wird neben Blümchen als Beispiel für den fröhlichen Eurodance der 90er genannt, der Matze Hielschers Jugend-Musiklandschaft mitprägte.
Depeche Mode
Depeche Mode
🗣 Caren Miosga referenziert bei ⏱ 00:18:47 „Genau, und wir waren dann natürlich und in den 80ern war es dann eher die Pischmode und Cure.“
Caren Miosga ordnet sich musikalisch der düsteren Seite der 80er zu – Depeche Mode und The Cure statt fröhlicher Popmusik. Das passt zu ihrer Selbstbeschreibung als eher nicht rebellisch, aber atmosphärisch dem Dunklen zugeneigt.
The Cure
The Cure
🗣 Caren Miosga referenziert bei ⏱ 00:18:47 „Genau, und wir waren dann natürlich und in den 80ern war es dann eher die Pischmode und Cure.“
Zusammen mit Depeche Mode steht The Cure für Caren Miosgas musikalische Prägung in den 80er Jahren – die eher düstere, introspektive Seite der Jugendkultur.
The Smiths
The Smiths
🗣 Caren Miosga referenziert bei ⏱ 00:18:55 „The Smiths als, sag mal, was Fröhliches.“
Caren Miosga erwähnt The Smiths ironisch als etwas vermeintlich Fröhliches – die Band ist natürlich für ihren melancholischen Sound bekannt. Es unterstreicht ihre Zugehörigkeit zur düsteren 80er-Musikszene.
Pet Shop Boys
Pet Shop Boys
🗣 Caren Miosga referenziert bei ⏱ 00:19:07 „Ach gut, Madonna und Pet Shop Boys fand ich natürlich auch mega. Also das war doch beides so ein bisschen.“
Neben der düsteren Seite räumt Caren Miosga ein, dass sie auch die poppigeren Acts der 80er mochte. Pet Shop Boys und Madonna waren für sie kein Widerspruch zum sonstigen Geschmack.
Generation Golf
Florian Illies
🗣 Caren Miosga referenziert bei ⏱ 00:19:12 „Also das war doch beides so ein bisschen. War ja auch, diese Generation Golf-Geschichte war wahnsinnig unpolitisch. Aber mehr Schrabbel und mehr Grau als bunte Zöpfe.“
Caren Miosga verweist auf das Phänomen 'Generation Golf' – geprägt durch Florian Illies' gleichnamiges Buch – um ihre eigene Generation als unpolitisch zu charakterisieren. Sie ordnet sich selbst aber eher der düsteren, schrabbeligeren Seite dieser Generation zu.
Das weiße Band
Michael Haneke
🗣 Caren Miosga referenziert bei ⏱ 00:24:05 „Viele stellen sich das immer so vor, wenn ich sage, ich hätte eine katholische Jugend genossen, das weiße Band mindestens, alles grau und Tür zu und mit sehr viel Verboten und das stimmt nicht.“
Caren Miosga nutzt Michael Hanekes Film 'Das weiße Band' als Chiffre für eine strenge, repressive Erziehung. Sie grenzt ihre eigene katholische Jugend davon ab – es war gar nicht so düster und restriktiv, wie viele vermuten würden.
Psalmen
🗣 Caren Miosga empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:28:51 „Du musst dir mal Psalmen durchlesen, was das für eine Sprache ist. Es ist eher eine sinnliche, spirituelle Verbindung, die ich da habe.“
Caren Miosga erzählt über ihre spirituelle Verbindung zur katholischen Kirche und die sinnliche Kraft von Gottesdiensten. Sie empfiehlt die Psalmen als literarisches Werk wegen ihrer besonderen Sprache und sieht darin eine Quelle spiritueller Inspiration.
Anne Will Podcast
Anne Will
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 01:07:53 „Und da redete ja Ricarda Lang gerade sehr toll drüber, auch bei Anne Will jetzt im Podcast gewesen und sagte dann eben genau das. Nach der Brandenburg war, die katastrophal gelaufen ist, habe ich irgendwie dann angefangen, wieder irgendwelche Schachtelsätze zu erzählen, die überhaupt gar keinen Sinn ergeben haben und die ich überhaupt nicht so gefühlt habe.“
Matze Hielscher verweist auf einen Auftritt von Ricarda Lang im Podcast von Anne Will, in dem Lang offen darüber sprach, wie sie nach der gescheiterten Brandenburg-Wahl in politische Phrasen zurückfiel, anstatt ehrlich zu kommunizieren. Das Beispiel dient ihm als Beleg dafür, dass authentische politische Kommunikation möglich ist und beim Publikum gut ankommt.
Anne Applebaum (Friedenspreis-Werke)
Anne Applebaum
🗣 Caren Miosga referenziert bei ⏱ 01:35:53 „die gerade so tolle, mit dem Friedenspreis ausgezeichnete Anne Applebaum zum Beispiel, die hat das schon immer geschrieben, dass genau das geschehen wird“
Caren Miosga verweist auf die Schriften von Anne Applebaum als Beleg dafür, dass Putins expansive Absichten lange vorhergesagt wurden
Grips Theater
🗣 Matze Hielscher erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:00:52 „Ich freue mich immer auf sowieso, irgendwie Grips habe ich liebend gerne geschaut, deswegen jederzeit zugegeben.“
Im Abschluss des Gesprächs erwähnt Matze Hielscher beiläufig das Berliner GRIPS Theater als etwas, das er liebend gerne geschaut hat. Die Erwähnung ist kurz und dient als lockere Überleitung.