Check In mit Philip Siefer - Die Bleibefreiheit
Matze Hielscher & Gäste
Philip Siefer und Matze sprechen über ein neues, ungewohntes Gefühl: Berlin nervt. Nach Jahrzehnten in der Stadt fällt plötzlich der Dreck zwischen A und B auf, die vollgepissten Matratzen, der als Großherzigkeit getarnte Sperrmüll — und München wirkt verlockend. Darüber hinaus kreist das Gespräch um die Angst vor dem Ideenstillstand, den Unterschied zwischen Naivität und Erfahrung und die Frage, ob Bleiben auch eine Form von Freiheit sein kann.
„Ich liebe es, naiv zu bleiben und ich liebe es aber auch, nicht naiv sein zu müssen.“
Erwähnte Medien (10)
Die Fantastischen Vier
Die Fantastischen Vier
🗣 Matze Hielscher erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:10:17 „Die ganzen Bandmitglieder von Tokotronic und Fantastische Vier und die Ärzte, die haben alle ihre Kinder hier.“
In einem humorvollen Austausch über die Aufnahme an begehrten Berliner Privatschulen erwähnt Matze Hielscher die Fantastischen Vier als Beispiel für prominente Eltern, deren Bekanntheit bei der Schulplatzvergabe keine Rolle spielt.
Die Ärzte
Farin Urlaub, Bela B., Rod
🗣 Matze Hielscher erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:10:17 „Die ganzen Bandmitglieder von Tokotronic und Fantastische Vier und die Ärzte, die haben alle ihre Kinder hier.“
Im gleichen humorvollen Kontext über Berliner Privatschulen nennt Matze Hielscher Die Ärzte als eine der bekannten Bands, deren Mitglieder ihre Kinder an diesen Schulen haben – ohne dass der Prominentenstatus einen Vorteil bringt.
Siddhartha
Hermann Hesse
🗣 Philip Siefer referenziert bei ⏱ 00:11:42 „Irgendwie Siddhartha lesen auf Langeoog war schon ein Bild, was würde ich aufhängen.“
Philip Siefer erzählt von seinen schönsten Sommermomenten. Das Lesen von Siddhartha auf der Nordseeinsel Langeoog ist für ihn eines der prägenden Bilder des Sommers, das er metaphorisch 'aufhängen' würde.
Element of Crime
Element of Crime
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:26:51 „Und es gibt diese Bands auch, sowas wie Element of Crime oder Tokotronix sind so Legacy-Bands, die Toten Hosen.“
Matze Hielscher diskutiert das Konzept der 'Legacy-Phase' von Firmen und Künstlern. Er nennt Element of Crime als Beispiel für Bands, die schon lange existieren und sich in einer stabilen, etablierten Phase befinden – nicht mehr der heiße Scheiß, aber beständig relevant.
Tocotronic
Tocotronic
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:26:51 „Und es gibt diese Bands auch, sowas wie Element of Crime oder Tokotronix sind so Legacy-Bands, die Toten Hosen.“
Im Gespräch über die dritte Unternehmensphase – die Legacy-Phase – nennt Matze Hielscher Tocotronic als Beispiel für eine Band, die seit Jahrzehnten besteht und trotz nachlassender medialer Aufmerksamkeit weiterhin relevant bleibt.
Die Toten Hosen
Die Toten Hosen
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:26:51 „Und es gibt diese Bands auch, sowas wie Element of Crime oder Tokotronix sind so Legacy-Bands, die Toten Hosen.“
Matze Hielscher nutzt Die Toten Hosen als drittes Beispiel für Bands in der Legacy-Phase, um sein Argument zu illustrieren, dass es wenig Anleitungen gibt, wie man als etablierte Marke oder Künstler langfristig relevant bleibt.
Herbert Grönemeyer
Herbert Grönemeyer
🗣 Matze Hielscher erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:27:05 „Herbert Krönemeyer ist auch so Legacy. Aber diese Zeit, ich finde die wahnsinnig herausfordernd auch, weil es da gar nicht so viel, weil es da so alles gleichzeitig ist.“
Matze Hielscher reiht Herbert Grönemeyer in seine Aufzählung von Legacy-Künstlern ein, die schon lange im Geschäft sind. Er nutzt diese Beispiele, um die Herausforderung zu beschreiben, in einer etablierten Phase gleichzeitig treu zu bleiben und sich zu verändern.
Enya
Chili Gonzales
🗣 Philip Siefer empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:43:52 „Ich habe dann das Buch von Chili Gonzales über Enya gelesen, weil ich ja Enya total super finde. Meine Frau ist da ganz anderer Meinung. Aber das Buch von Chili Gonzales über Enya ist spitzenmäßig.“
Philip Siefer empfiehlt begeistert Chili Gonzales' Buch über die Musikerin Enya. Er findet besonders spannend, wie Gonzales beschreibt, wie Enya zu einer 'Legacy' geworden ist – indem sie konsequent alles ablehnt: keine Touren, keine Interviews, kein Social Media, nur ihre Musik. Das passt direkt in die Diskussion über die Plateau-Phase und die Frage, ob Wachstum überhaupt das Ziel sein muss.
How I Built This
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:51:56 „Also es ist nicht so how I built this. Ja, warum nicht? How I built this, die Riesendingen und hochgelaufen und jetzt das next, next, next. Also diese GmbH-Geil nenne ich die ja.“
Matze Hielscher grenzt sich vom Podcast 'How I Built This' ab, der für ihn das Gegenteil seiner aktuellen Suche darstellt. Dort geht es um ständiges Wachstum und immer neue Gründungen – genau das, was ihn nicht mehr reizt. Er sucht stattdessen nach Vorbildern für das Bleiben und die Plateau-Phase.
Unverfügbarkeit
Hartmut Rosa
🗣 Philip Siefer referenziert bei ⏱ 01:02:37 „Das war dieses Buch von Hartmut Rosa, was Luise mir auch gegeben hat. Das ist wirklich irre, wo du wirklich merkst, das ist wo ganz anders schwingt das. Ich habe es probiert, es jetzt verfügbar zu machen, dass das so ist, ist es aber nicht.“
Philip Siefer bringt Hartmut Rosas Konzept der Unverfügbarkeit ein, um zu erklären, warum manche Orte und Produkte eine besondere Tiefe haben, die sich nicht auf Knopfdruck herstellen lässt. Luise hat ihm das Buch geschenkt, und er wendet die These direkt auf die kreative Arbeit bei Einhorn an — man könne das Besondere nicht erzwingen.