Das Gute in Friedrich Merz
Jan Böhmermann, Olli Schulz
Olli ist auf Clubtour und sendet aus Koblenz, während Jan aus dem Studio in Köln-Bickendorf berichtet, wo gerade ein riesiges Kraftklub-Banner über dem Gewerbepark schwebt. Jan zieht einen herrlichen Vergleich zwischen dem eigenen Studiostandort zwischen Schrottplätzen und Abfallbetrieben und dem vermeintlich tristen Chemnitz — und kommt zu dem Schluss, dass Bickendorf mehr Chemnitz ist als Chemnitz selbst. Außerdem bedanken sich beide bei Gringo Meier für ein neues Intro in Kurpfälzer Mundart, das Jan beim letzten Maifeld-Derby persönlich entgegengenommen hat.
„Im Grunde genommen dürften sie sich hier wohler fühlen als in Chemnitz, weil es sieht hier eigentlich aus, wie man denkt, dass es in Chemnitz aussieht.“
Erwähnte Medien (8)
Sterben in Karl-Marx-Stadt
Kraftklub
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:02:32 „Ich war gerade eben draußen und hab gesehen, dieses riesige Schild des neuen Albums von Kraftklub. Kraftklub steht oben drüber und dann Sterben in Karl-Marx-Stadt, so heißt das Album, ist ein riesengroßes Schild an einem großen Baukran aufgehängt, was über Bickendorf schwebt jetzt, wo unser Studio ist.“
Jan Böhmermann erzählt, dass er vom Studiofenster aus ein riesiges Werbeschild für das neue Kraftklub-Album sieht, das an einem Baukran über dem Kölner Stadtteil Bickendorf hängt. Das Album wird später nochmals erwähnt, als die Single-Auskopplung besprochen wird. Das Album soll im November erscheinen.
Berlin, da war mal was
Kathi von Schwerin
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:06:39 „Sie hat noch ein tolles Buch geschrieben, und zwar Berlin, da war mal was. Also so ein Abrechnungsbuch, warum sie nach Leer gezogen ist.“
Olli Schulz erzählt von seinen Freunden Kathi von Schwerin und dem Musiker Gregor McEwan (Hagen), die von Berlin nach Leer in Ostfriesland ausgewandert sind. Kathi hat ein Buch geschrieben, das eine Art Abrechnung mit Berlin ist und erklärt, warum sie die Hauptstadt verlassen hat.
Verteidigt die Freiheit
Wolfram Weimar
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:18:54 „Aber Kulturstaatsminister Wolfram Weimar hat unter dem Titel »Verteidigt die Freiheit« am 4. Juni um 16.52 Uhr veröffentlicht, folgenden Gastbeitrag geschrieben. Es beginnt mit folgendem Absatz. Linke wie Rechte wollen die Kunst politisieren, haben sich aber ein denkbar ungeeignetes Objekt ausgesucht.“
Jan Böhmermann liest ausführlich aus einem Gastbeitrag des neuen Kulturstaatsministers Wolfram Weimar in der Süddeutschen Zeitung vor. Der Artikel handelt von Kunstfreiheit, Cancel Culture und der Polarisierung im Kulturbetrieb. Böhmermann diskutiert den Text ironisch-satirisch und zitiert mehrere Passagen, darunter Verweise auf Dieter Nuhr und J.K. Rowling.
Harry Potter
J.K. Rowling
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:20:04 „Vom Comedian Dieter Nuhr über Harry Potter Schriftstellerin J.K. Rowling können viele Kreative ein Lied davon singen. Jeder prominente Podcaster weiß, dass er, je nachdem welchen Gesprächspartner er sich in die Sendung lädt, in den Kommentarspalten entweder gerade dem Faschismus den Weg bereitet oder sich im Vorhof grüner Höllenideologie befindet.“
Jan Böhmermann zitiert aus dem Gastbeitrag von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer in der Süddeutschen Zeitung. Weimer nennt J.K. Rowling als 'Harry Potter Schriftstellerin' im Kontext von Cancel Culture und der Einschränkung künstlerischer Freiheit. Die Erwähnung dient als Beispiel für kreative Persönlichkeiten, die unter öffentlicher Polarisierung leiden.
Schief in jedem Chor
Kraftklub
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:22:49 „Also, kommt direkt, weil wir drüber reden, die neue Single von Kraftklub seit Freitag draußen, Sterben in Karl-Marx-Stadt. Hab ich noch nicht gehört. Schief in jedem Chor heißt der Song. Schief in jedem Chor.“
Jan Böhmermann erwähnt die neue Single von Kraftklub, die seit Freitag erschienen ist, als Vorab-Single zum Album 'Sterben in Karl-Marx-Stadt'. Er empfiehlt den Song direkt für die Playlist, obwohl er ihn selbst noch nicht gehört hat.
Ausländer raus – Bitte liebt Österreich
Christoph Schlingensief
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:24:56 „Ich habe diese DVD von Christoph Schlingensief, diese Dokumentation Ausländer raus, wo er in Wien einen Container errichtet hat, einen Big Brother Container, wo Leute dann entscheiden durften, wer Österreich verlassen muss und wer in Österreich bleiben darf.“
Olli Schulz erzählt, dass er gerade seine DVDs sortiert hat und dabei auf die Schlingensief-Dokumentation gestoßen ist. Die Kunstaktion von 2000, bei der Schlingensief in Wien einen Big-Brother-Container mit Geflüchteten aufstellte, dient ihm als Beispiel für provokante Kunst, die der Gesellschaft den Spiegel vorhält. Er fragt, ob solche interventionistische Kunst im Jahr 2025 noch möglich wäre.
Habibi
Augen (AUGN)
🗣 Olli Schulz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:35:45 „Ich würde gerne einmal zwischenspeichern, einmal ausspeichern, zwar auf Klo und dann noch einen Song auf die Fidi und Bumsi-Liste packen und zwar die Band Augen, A-U-G-N, mit dem Lied Habibi. Das küsst du dir mal kurz in der Pause an.“
Olli Schulz packt den Song auf die 'Fidi und Bumsi-Liste', die wiederkehrende Musikempfehlungsliste der Sendung. Er buchstabiert den Bandnamen extra aus (A-U-G-N) und empfiehlt Jan, sich das Lied in der Pause anzuhören.
Xenien
Johann Wolfgang von Goethe / Friedrich Schiller
🗣 Jan Böhmermann zitiert daraus bei ⏱ 00:56:49 „Aus Xenien von Goethe und Schiller, 152 der Purist, sinnreich bist du die Sprache von fremden Wörtern zu säubern, nun so sage doch Freund, wie man pendant uns verdeutscht.“
Böhmermann erzählt ausführlich vom deutschen Sprachpurismus des 17./18. Jahrhunderts und wie Schriftsteller neue deutsche Wörter für Fremdwörter erfanden. Er zitiert aus den Xenien, einer Epigramm-Sammlung von Goethe und Schiller, um zu zeigen, dass sich Goethe gegen den Sprachpurismus stellte und die Eindeutschung von Fremdwörtern wie 'Pendant' für unsinnig hielt.