Mit Flip-Flops auf die Nacktschnecke
Jan Böhmermann & Olli Schulz
Die Episode dreht sich um die TikTok-Offensiven alternder Stars: Herbert Grönemeyer posiert mit YouTubern und weißen Turnschuhen, Otto begeistert Kids mit "Holla die Jitu" und Kai Pflaume läuft am Wannsee herum. Olli stellt die existenzielle Frage, ob er diesen Step auch gehen muss, um relevant zu bleiben — und bekommt von Jan eine eher ernüchternde Einschätzung.
„Ich sehe es auf allen Kanälen, an allen Seiten, wenn ich gucke, die Leute, die jetzt noch Stars sind, die haben den nächsten Step gemacht.“
Erwähnte Medien (18)
In meinem Benz
AK Ausserkontrolle
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:14:13 „AK, außer Kontrolle zum Beispiel, Rapper, hat eine coole Stimme, der hatte diesen Song, in meinem Benz, und fand ich echt gut und so, und der hat da, spielt glaube ich mit dem Image, dass er gesucht wird von der Polizei und diese Maske auf hat.“
Im Gespräch über Musiker mit Masken erwähnt Olli Schulz den Rapper AK Ausserkontrolle und dessen Song als Beispiel für einen maskierten Künstler, bei dem ihn die Identität hinter der Maske nie wirklich interessiert hat – im Gegensatz zur Musik, die er gut fand.
The Future Is a Foreign Land
Ghost
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:14:59 „Trotzdem packe ich die aktuelle neue Single, die gerade rausgekommen ist, weil ich die sehr gut finde, von Ghost, die jetzt einen Film rausbringt. Ghost mit The Future is a Foreign Land aus ihrem kommenden Album oder Film, glaube ich, der jetzt rauskommt, ist ein richtiger Popsong einfach.“
Olli Schulz spricht über die Band Ghost und deren Entwicklung weg vom Metal hin zu poppigeren Songs. Er empfiehlt die neue Single trotz seiner Kritik daran, dass der Sänger die Maske abgelegt hat und der Zauber dadurch etwas verloren ging. Er betont, dass der Song ein richtiger Popsong ist und wenig mit Metal zu tun hat.
The Future Is a Foreign Land
Ghost
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:16:22 „der neue Song The Future is a Foreign Land, guck mal, heute machen wir so nebenbei, während der Moderation“
Olli empfiehlt die neue Single der Metalband Ghost, die er als Pop-Song mit wenig Metal-Bezug beschreibt
I Was Made for Lovin' You
Kiss
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:16:55 „Nenn mir mal drei Lieder von Kiss. I was made for loving you. Das war's. Siehste? Und das war's nämlich schon fast. Die waren nie so groß hier wie in Amerika.“
Olli Schulz argumentiert, dass Kiss in Deutschland nie wirklich so groß waren wie in den USA. Als Beweis fordert er heraus, drei Songs zu nennen – und es fällt nur dieser eine ein. Er vergleicht Kiss mit ABBA und findet ABBA besser.
Die Juden in der Zauberkunst
Günter Damann
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:18:06 „Wissenschaftliches Werk mit dem Titel Die Juden in der Zauberkunst oder auf Englisch Juice in Magic von Günter Damann, veröffentlicht im Selbstverlag 1933. Und das ist ein Buch, über das es einen Artikel gibt in der New York Times.“
Jan Böhmermann berichtet über ein Buch von 1933, das ein 23-jähriger jüdischer Amateurzauberer in Berlin im Selbstverlag veröffentlicht hat. Entgegen der ersten Vermutung ist es kein antisemitisches Werk, sondern eine liebevolle Dokumentation jüdischer Zauberkünstler. Ein amerikanischer Wissenschaftler hat es wiederentdeckt, und es soll demnächst auch auf Englisch und in deutscher Neuauflage erscheinen.
How a 1933 Book About Jews and Magic Was Rescued From Oblivion
Richard Hatch
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:18:39 „einen Artikel in der New York Times gelesen, der wirklich einen Tag, nachdem wir die Sendung aufgezeichnet haben, rauskam“
Jan empfiehlt einen ausführlichen New-York-Times-Artikel über die Wiederentdeckung des Buches über jüdische Zauberkünstler von 1933
How a 1933 Book About Jews and Magic Was Rescued From Oblivion
Richard Hatch
🗣 Jan Böhmermann empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:19:16 „Hat einen ganz tollen Artikel geschrieben, der jedem ans Herz zu legen ist. How 1933 Book About Juice and Magic Was Rescued From Oblivion. Also wie ein Buch über jüdische Magier von 1933, dem Jahr der Machtergreifung der Nazis, ein deutsches Buch gerettet wurde und die Geschichte der Zauberei in großen Teilen ergänzt werden kann.“
Jan Böhmermann empfiehlt einen langen Artikel in der New York Times vom 24. Juni, in dem der Journalist und Wissenschaftler Richard Hatch beschreibt, wie er das vergessene Buch über jüdische Zauberkünstler von 1933 wiederentdeckt hat. Böhmermann legt den Artikel ausdrücklich jedem ans Herz und verknüpft ihn mit einem früheren Gespräch über Zauberkunst im Podcast.
Game of Thrones
David Benioff, D. B. Weiss / George R. R. Martin
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:22:45 „Wie heißt nochmal die Serie, mit den Drachen. Nicht Dungeons & Dragons. HBO, Mann, Mother of Dragons. Game of Thrones. Da gibt's auch eine Szene, in vielen, man kennt's aus dem Fiktionalen, also in Tauben, Taubenschläge und da sind Tauben drin und die kriegen Nachrichten.“
Im Rahmen seiner Rubrik über Stadttauben als domestizierte Tiere erwähnt Böhmermann Game of Thrones als Beispiel dafür, wie Brieftauben in der Fiktion dargestellt werden. Er erinnert sich mühsam an den Seriennamen, um zu illustrieren, dass das Konzept der Nachrichtenübermittlung per Taube auch aus Film und Fernsehen bekannt ist.
Idles
Idles
🗣 Olli Schulz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:29:38 „Passen so ein bisschen in diesen neuen Sound von auch Idols oder Fountains DC so ein bisschen. Gehen aber noch mehr ab, finde ich.“
Olli Schulz vergleicht den Sound der Gurriers mit Idles und Fontaines DC, um den Hörern eine stilistische Einordnung zu geben. Er nutzt die beiden bekannten Post-Punk-Bands als Referenzpunkte, betont aber, dass Gurriers noch energetischer seien.
Fontaines DC
🗣 Olli Schulz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:29:38 „Passen so ein bisschen in diesen neuen Sound von auch Idols oder Fountains DC so ein bisschen. Gehen aber noch mehr ab, finde ich.“
Fontaines DC wird als zweite Referenzband genannt, um den Sound der empfohlenen Gurriers einzuordnen. Olli Schulz sieht die Gurriers in der Tradition des Post-Punk-Revivals, zu dem auch Fontaines DC gehören.
Die Zitronen
Heinz Erhardt
🗣 Olli Schulz zitiert daraus bei ⏱ 00:53:08 „Früher, ich weiß nicht mehr genau wann dies, da waren die Zitronen genauso süß wie Candys. Auch waren sie nicht gelb, sondern bläulich. Sie schmeckten nicht so sauer, waren nicht so abscheulich. Ich weiß nicht mehr, von Heinz Erhard ist das.“
Direkt nach dem Vortrag von 'Die Made' rezitiert Olli Schulz ein weiteres Heinz-Erhardt-Gedicht über Zitronen aus dem Gedächtnis, erinnert sich aber nicht mehr an den vollständigen Text. Es zeigt, wie tief die Erhardt-Kassette aus seiner Kindheit im Gedächtnis verankert ist.
Drei Mann in einem Boot
Heinz Erhardt
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:54:12 „In meiner Jugend, das gab es bei dir nicht mehr, liefen immer noch diese Heinz-Erhard-Filme. Drei Mann im Boot mit Walter Giller, Joachim Kuhlenkampf und Heinz Erhard und so.“
Olli Schulz erklärt den Altersunterschied zwischen ihm und Jan Böhmermann anhand der Heinz-Erhardt-Filme, die in seiner Jugend noch im Fernsehen liefen. Er erwähnt den Film 'Drei Mann in einem Boot' als typisches Beispiel dieser Ära, räumt aber ein, dass er sich solche Filme heute nicht mehr anschauen würde.
Die Made
Heinz Erhardt
🗣 Olli Schulz zitiert daraus bei ⏱ 00:54:31 „Deswegen kann ich die Made noch auswendig und noch ein paar andere Gedichte. Ich habe so eine Kassette gehabt als Kind, da war ich so sechs oder sieben, da haben mir meine Oma und Opa geschenkt. Und die habe ich rauf und runter gehört.“
Olli Schulz und Jan Böhmermann kommen auf Heinz Erhardt zu sprechen und tragen gemeinsam das Gedicht 'Die Made' auswendig vor. Olli erzählt, dass er als Kind eine Kassette mit Heinz-Erhardt-Gedichten geschenkt bekam, die er so oft hörte, dass er die Texte bis heute auswendig kann. Ein nostalgischer Moment, der zeigt, wie prägend Erhardt für seine Kindheit war.
Sissi
Ernst Marischka
🗣 Olli Schulz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:55:40 „Auch die Sissy-Filme gucke ich mir nicht mehr an. Es gibt ja so ein Kult um so alte Sachen und so. Und dann guckst du dir das noch einmal an und denkst, Alter, was ist das für eine langweilige Scheiße?“
Im Kontext seiner Aussage, dass er alte Heinz-Erhardt-Filme nicht mehr schauen würde, erwähnt Olli Schulz auch die Sissi-Filme als Beispiel für nostalgisch verklärte Klassiker, die man heute als langweilig empfindet. Er kontrastiert sie mit modernen, schnell geschnittenen Serien wie Fallout.
Fallout
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:55:49 „Ich lebe gerade in einer Welt, wo Fallout läuft. So eine Serie, schnell geschnitten, Action und sonst was. Es ist sehr schwer, sich da nochmal in so 50er, 60er Jahre...“
Olli Schulz nennt die Serie Fallout als Gegenbeispiel zu den alten Heinz-Erhardt- und Sissi-Filmen. Sie steht für das moderne Sehverhalten mit schnellem Schnitt und Action, das es unmöglich macht, sich auf das gemächliche Tempo alter Filme einzulassen.
Was bisher geschah
Joachim Telgenbüscher, Nils Minkmar
🗣 Jan Böhmermann empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:56:16 „Ich habe dieses Jahr inspiriert von dem Podcast 'Was bisher geschah' mir tatsächlich meine alten Agatha-Christie-Bücher wieder aus dem Keller geholt.“
Jan Böhmermann erzählt, dass der Podcast 'Was bisher geschah' ihn dazu inspiriert hat, seine alten Agatha-Christie-Bücher wieder hervorzuholen. Der Podcast dient als konkreter Auslöser für sein Sommer-Leseprojekt.
Alibi
Agatha Christie
🗣 Jan Böhmermann empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:56:30 „Und vielleicht fange ich mit dem angeblich besten Buch an, das sagte der Joachim Telgenbücher, Alibi. Kann ich mich gar nicht mehr daran erinnern. Vielleicht fange ich damit an, aber ich möchte gerne mit einer schönen Krimi-Reihe, die spannend ist und mich reinzieht, wo ich Bock drauf habe, anfangen und wieder ins Lesen kommen in diesem Sommer.“
Jan Böhmermann plant, im Sommer wieder Agatha Christie zu lesen, und erwägt, mit 'Alibi' zu beginnen – laut Joachim Telgenbücher das beste Buch der Autorin. Er hat das Buch früher schon gelesen, erinnert sich aber nicht mehr daran. Es ist Teil seines Vorsatzes, im Urlaub vom Medienkonsum runterzukommen und wieder Bücher zu lesen.
Hamlet
Peter Kuppa
🗣 Olli Schulz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:56:40 „Ich habe hier von meinem Freund Rasmus Engler das Buch, was ich als... Rasmus Engler, sowieso ein Garant immer für gute Tipps. Ein lieber Freund von mir hat mir das Buch gegeben von Peter Kuppa. Das Buch heißt Hamlet.“
Olli Schulz stellt das Buch 'Hamlet' von Peter Kuppa vor, das ihm sein Freund Rasmus Engler empfohlen hat. Er liest den Klappentext vor, der das Buch als schamlos, unmoralisch und knallhart unschuldig beschreibt. Olli schlägt vor, es gemeinsam im Sommer zu lesen, und kündigt an, noch am selben Tag damit anzufangen.