BOOMERCRINGE #18
Jan Böhmermann & Olli Schulz
Ein Intensivkrankenpfleger namens Tim Küttler hat dem Podcast ein selbstkomponiertes Intro im Stil von John Williams geschickt — mit orchestralen Anleihen an Kevin Allein Zuhause und großer Leidenschaft fürs Komponieren, obwohl er nie Musik studieren konnte. Das führt zu einem Gespräch über die Zukunft opulenter Filmmusik: Olli erzählt von seinem Ennio-Morricone-Konzert kurz vor dessen Tod und davon, wie heute auch Experimentalmusiker Soundtracks übernehmen.
„Er steckt nämlich momentan in dem Beruf des Intensivkrankenpflegers fest, der ihm zunehmend Schwierigkeiten bereitet. Er wollte vor vielen Jahren Musik studieren und hatte durch fehlenden professionellen Unterricht aber schlechte Voraussetzungen.“
Erwähnte Medien (12)
Kevin – Allein zu Haus
Chris Columbus
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:02:49 „Da ist so viel drin, man merkt voll John Williams Anleihen. Es klingt an Kevin-Allein-Zuhause-Weihnachtsszene oder sonst irgendwelche Sachen ganz toll gemacht.“
Olli Schulz lobt das von einem Hörer komponierte Intro und erkennt darin stilistische Anleihen an John Williams' Filmmusik, insbesondere die Weihnachtsszene aus Kevin – Allein zu Haus.
Cloud Atlas (Soundtrack)
Tom Tykwer
🗣 Olli Schulz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:03:55 „Ich bin mal zufällig reingeraten in den Teldex-Studios, als Tom Tick, weil für, glaube ich, Cloud Atlas ein Orchester hat spielen lassen. Da wurden die Szenen so wirklich dann noch so projiziert. Das ist schon was ganz Besonderes.“
Im Gespräch über orchestrale Filmmusik erzählt Olli Schulz, wie er zufällig in den Teldex-Studios in eine Orchesteraufnahme für Cloud Atlas von Tom Tykwer hineingeraten ist. Er beschreibt das Erlebnis, wie die Filmszenen projiziert wurden, während das Orchester dazu spielte, als etwas ganz Besonderes.
Cloud Atlas
Tom Tykwer
🗣 Olli Schulz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:04:29 „als Tom Tick, weil für, glaube ich, Cloud Atlas ein Orchester hat spielen lassen“
Olli Schulz erwähnt den Film als Beispiel für opulente Orchesterproduktionen in den Teldex-Studios
Game of Thrones
David Benioff, D. B. Weiss / George R. R. Martin
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:04:53 „Zum Beispiel Volker Bertelmann, Hauschka, gerade letztes Jahr den Oscar gewonnen oder Ramin Djawadi aus Duisburg, der die Game of Thrones Musik...“
Jan Böhmermann argumentiert gegen die These, dass klassische Filmmusikkomponisten aussterben, und nennt als Gegenbeispiel Ramin Djawadi aus Duisburg, der die Musik zu Game of Thrones komponiert hat. Djawadi wird als Beleg dafür angeführt, dass auch eine neue Generation erfolgreicher Filmmusikkomponisten aus Deutschland kommt.
Conan the Barbarian (Soundtrack)
Basil Poledouris
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:06:38 „Mir wurde übrigens bei Tarantula Records der Soundtrack empfohlen damals zu Conan der Barbar. Erster Teil und das ist wirklich ein richtig geiler Soundtrack. Wenn ich manchmal sonntags morgens auflege, als Alternative zu Wagner, höre ich dann doch lieber den Conan-Soundtrack.“
Olli Schulz erzählt von einem Plattenladen namens Tarantula Records in Hamburg, der sich auf Soundtracks spezialisiert hatte. Dort wurde ihm der Soundtrack zu Conan der Barbar empfohlen, den er bis heute als Alternative zu Wagner am Sonntagmorgen hört. Er beschreibt ihn als martialisch und beeindruckend und empfiehlt ihn ausdrücklich.
Rolling Stone (Interview mit Billie Eilish)
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:08:11 „I've been in love with girls for my whole life, sagte Billie Eilish letzte Woche im Rolling Stone“
Jan Böhmermann zitiert ein aktuelles Interview von Billie Eilish im Rolling Stone Magazin
Billie Eilish Interview
🗣 Jan Böhmermann zitiert daraus bei ⏱ 00:08:44 „I've been in love with girls for my whole life, sagte Billie Eilish letzte Woche im Rolling Stone, but I just didn't understand. Until last year I realized I wanted my face in a vagina.“
Jan Böhmermann zitiert aus einem Rolling-Stone-Interview mit Billie Eilish, in dem sie sich öffentlich zu ihrer Sexualität bekennt. Er liest das Zitat wörtlich vor und betont die Chronistenpflicht des Podcasts, dieses Statement festzuhalten.
Lost
J.J. Abrams, Damon Lindelof
🗣 Olli Schulz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:11:02 „Ich denk so, diese ganzen Dokus auch, diese ganze Aufarbeitung Lost nochmal erklärt und hier nochmal und... Eddie Van Halen, 77.“
Olli Schulz regt sich über die Flut von Erklär-Content auf YouTube und in Reels auf, wo immer wieder dieselben Themen wie die Serie Lost nochmal aufbereitet werden, ohne neuen Mehrwert zu bieten.
Leon
Faber
🗣 Jan Böhmermann erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:14:14 „Also es ist wirklich, diese Woche, pass auf, Whip von Trettmann und Rinn. Okay, Faber, Leon, alles klar. Masimoto, Green Star, wird schon ein bisschen weirder.“
Jan Böhmermann zählt die Songs aus seinem Spotify-Release-Radar auf, um zu illustrieren, wie durcheinander sein Algorithmus durch die geteilte Account-Nutzung geworden ist.
Der Führer hätte sich gefreut
Sebastian Krumbiegel
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:14:22 „Dann Sebastian Krumbiegel, der Führer hätte, liebe Grüße, der Führer hätte sich gefreut. Fortuna Ehrenfeld. Das packen wir mal auf die Liste.“
Jan Böhmermann liest seinen chaotischen Spotify-Release-Radar vor, der durch die Mitbenutzung seines Accounts durch Verwandte komplett durcheinander ist. Sebastian Krumbiegels Song taucht als einer der skurrilen Vorschläge in seinem Feed auf.
Es hat einen Vorfall gegeben
Bernd Begemann und die Befreiung
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:15:10 „Es hat einen Vorfall gegeben, heißt der Opener von der neuen Platte von Bernd Begemann. Die Platte heißt Milieu. Und die ist wirklich anders als die Platten, die Bernd davor so gemacht hat, finde ich. Und der erste Song hat ein wirklich hypnotisches Gitarrenriff, was mich total in seinen Bann gezogen hat.“
Olli Schulz empfiehlt enthusiastisch den Opener der neuen Platte von Bernd Begemann und die Befreiung. Er hebt das hypnotische Gitarrenriff hervor und betont, dass sich die Platte 'Milieu' deutlich von Begemanns früheren Werken unterscheidet. Er möchte den Song auf die Playlist des Podcasts setzen.
Eine schrecklich nette Familie
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:31:32 „Ich muss auch bei jedem zweiten Schuhkauf immer an eine schrecklich nette Familie denken, wo Elbandi ja als Schuhverkäufer inszeniert war und das irgendwie immer als so ein niederer Beruf dargestellt wurde.“
Böhmermann spricht über sein Unbehagen beim Schuhkauf und die Intimität des Anprobierens. Dabei fällt ihm die US-Sitcom ein, in der Al Bundy als Schuhverkäufer arbeitet – ein Beruf, der in der Serie bewusst als erniedrigend dargestellt wird. Die Assoziation verstärkt sein Gefühl, dass Schuhe kaufen sich irgendwie falsch anfühlt.