BOOMERCRINGE #6
Jan Böhmermann & Olli Schulz
Mitten in der Karnevalswoche warnt Jan einen ahnungslosen Kollegen, der ausgerechnet an Altweiber eine Abschlussmischung in Köln geplant hat — direkt im Epizentrum des Wahnsinns. Olli erklärt sich derweil bereit, jede Initiative zur Abschaffung des Karnevals zu unterstützen, und gesteht, selbst nur einmal zufällig in den Kölner Karneval geraten zu sein, ohne sich unters Volk gemischt zu haben.
„Die Stadt existiert nur deswegen, damit die einmal im Jahr jetzt das machen kann, was die nächsten Tage passiert.“
Erwähnte Medien (14)
Interview mit Olli Schulz
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:04:57 „Ich habe zum Beispiel mit einem Stern ein Interview gemacht, die haben mich ein, zwei Sachen, ich habe gesagt, ich rede nicht über unseren Podcast. Da hab ich einfach nur erzählt, ich glaub, es gibt keinen, der es mit Jan Böhmermann oder mit Olli Schulz so lange ausgehalten hätte, wie wir beide miteinander. Die Überschrift, wer hält das so lange mit Jan Böhmermann aus wie ich?“
Olli Schulz erzählt frustriert von seiner Interviewrunde zur neuen Tour. Das Stern-Interview wurde zu Clickbait-Schlagzeilen verarbeitet, die nichts mit seiner Musik zu tun hatten – stattdessen wurden harmlose Aussagen über seine Beziehung zu Jan Böhmermann reißerisch zugespitzt.
Artikel über Fäkalien-Angriff auf Spotify-Hauptquartier
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:11:05 „Am Dienstagmorgen, dem 23. Januar, betrat ein Deutscher, ausgerechnet ein Deutscher, war ja klar, der Schweden besuchte, Spotifys Büro in der Regierungsgatan in Stockholm. In seiner Hand hielt er ein Glas mit einer Mischung aus Wasser und Kot, die er vor dem Besuch zubereitet hatte. Bilder der Überwachungskamera von Spotify zeigen, dass der Mann lächelte und dann die Mischung über den Empfang warf.“
Olli Schulz liest einen übersetzten Artikel der schwedischen Zeitung Expressen (express.se) vor, in dem beschrieben wird, wie ein Deutscher aus Wut über Spotifys Algorithmen und Playlists das Stockholmer Büro mit einem Kot-Wasser-Gemisch beworfen hat. Die Geschichte wird ausführlich besprochen, inklusive der Schadenersatzforderung von 216.000 Kronen.
Bad Indian
Dead Pioneers
🗣 Olli Schulz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:24:43 „Bad Indian von Dead Pioneers, müsst ihr euch anhören, hört euch die ganze Platte an. Political Song, auch Wahnsinnssong. Wirklich, hauen das so raus. Es haut dich um.“
Olli Schulz empfiehlt begeistert das Album der Band Dead Pioneers, das ihm ein Freund namens Sascha empfohlen hat. Er beschreibt die Musik als wütenden, klugen indigenen Punkrock und hebt besonders den Song 'Bad Indian' hervor, den er auch auf die gemeinsame Playlist setzen will.
Idles
Idles
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:25:00 „Erinnert ein bisschen an Idles, ein bisschen an Fugazi und dieses, ich wollte es dir sowieso eigentlich vor der Sendung schicken, um mit dir darüber zu reden.“
Olli Schulz beschreibt den Sound der Band Dead Pioneers und vergleicht sie mit Idles und Fugazi, um Jan Böhmermann eine Vorstellung vom Musikstil zu geben.
Fugazi
Fugazi
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:25:00 „Erinnert ein bisschen an Idles, ein bisschen an Fugazi und dieses, ich wollte es dir sowieso eigentlich vor der Sendung schicken, um mit dir darüber zu reden.“
Olli Schulz vergleicht den Sound der empfohlenen Band Dead Pioneers mit Fugazi und Idles, um deren musikalische Einordnung zu verdeutlichen.
Rage Against the Machine
Rage Against the Machine
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:25:23 „Früher in den 90ern, da gab es Rage Against the Machine, selbst Bands wie System of a Down, große Bands waren politisch in einer Zeit, die wir heute rückblickend als die reiche Wohlstandszeit bezeichnen würden.“
Olli Schulz vergleicht die politische Musikszene der 90er mit heute. Er vermisst große politische Bands wie Rage Against the Machine und stellt fest, dass es solche Bands in der heutigen hochpolitischen Zeit nicht mehr gibt.
System of a Down
System of a Down
🗣 Olli Schulz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:25:23 „Früher in den 90ern, da gab es Rage Against the Machine, selbst Bands wie System of a Down, große Bands waren politisch in einer Zeit, die wir heute rückblickend als die reiche Wohlstandszeit bezeichnen würden.“
Im Gespräch über politische Musik werden System of a Down als Beispiel für große politische Bands der 90er genannt, die es in dieser Form heute nicht mehr gebe.
Sex Pistols
Sex Pistols
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:28:31 „Auch der Sexpistols, Johnny Rotten, der Sänger der Sexpistols inzwischen, das ist natürlich die neue Art von dagegen zu sein, weil man das auch so kennt, man will immer gegen irgendwas sein.“
Olli Schulz nennt Johnny Rotten von den Sex Pistols als Beispiel für ehemalige Punker, die inzwischen konservativ geworden sind und ihre rebellische Haltung für andere politische Zwecke nutzen.
Anlage-Punk
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:29:18 „Es geht jetzt zusätzlich zu Business Punk auch noch den Anlage-Punk. Also wenn Business Punk noch nicht punky genug ist, der kann jetzt auch noch den Anlage-Punk abonnieren, wo man die punkigsten ETFs dann aufgelistet bekommt.“
Böhmermann steigert seine Kritik an der Vereinnahmung des Punk-Begriffs durch die Finanzwelt, indem er neben 'Business Punk' auch das Magazin 'Anlage-Punk' erwähnt, das ETF-Empfehlungen als rebellisch vermarktet. Er findet das 'mega uncool'.
The Greatest Night in Pop
Bao Nguyen
🗣 Jan Böhmermann empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:31:12 „Ich wollte eine Doku dir empfehlen, die ich in Berlin geguckt habe und die dir hundertprozentig gut gefallen wird und zwar The Greatest Night in Pop. Eine Doku, die gemacht ist von fucking Lionel Richie und es ist wirklich ein großer Spaß.“
Jan Böhmermann empfiehlt begeistert die Netflix-Dokumentation über die Entstehung von 'We Are The World'. Der Film zeigt, wie Lionel Richie, Quincy Jones, Michael Jackson und Stevie Wonder die größten Stars der damaligen Musikwelt an einem Abend zusammenbrachten. Böhmermann hebt besonders die Anekdoten über die Egos der Beteiligten und die Rivalität zwischen Prince und Michael Jackson hervor.
Do They Know It's Christmas?
Band Aid / Bob Geldof
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:31:39 „Das war Bob Geldof und Bob Geldof hat die Inspiration gemacht und das war Do They Know It's Christmas, was ehrlich gesagt aus heutiger Sicht wissen die in Afrika nicht, dass Weihnachten ist. Also richtig dumm und eben natürlich die Kritik daran, heute würde es viel schärfer kritisiert werden, völlig zu Recht.“
Im Kontext der Diskussion über 'We Are The World' kommt Jan Böhmermann auf den britischen Vorgänger-Charity-Song zu sprechen. Er kritisiert den Song aus heutiger Perspektive als herablassend gegenüber Afrika und merkt an, dass die schwarzen Künstler von 'We Are The World' sich selbstkritisch fragten, warum nicht aus ihrer Community ein angemessenerer Song kam.
Nackt im Wind
Band für Afrika
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:32:32 „Aber kennst du noch den deutschen Beitrag? Weil das haben ja viele Länder eingemacht. Und zwar Nackt im Wind. Nackt im Wind mit Nackt im Wind, der planlos wütet. Mit Grönemeyer, Westernhagen, Winsenberg.“
Im Zusammenhang mit den internationalen Charity-Songs der 80er Jahre erinnert Olli Schulz an den deutschen Beitrag 'Nackt im Wind' von Band für Afrika, an dem unter anderem Grönemeyer und Westernhagen beteiligt waren. Böhmermann zitiert den düsteren Songtext und beide sind sich einig, dass auch dieser Song gut gemeint, aber problematisch war.
We Are the World
Michael Jackson, Lionel Richie / USA for Africa
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:34:29 „Zurück zu der Doku, die wirklich sehr zu empfehlen ist. Weil es nämlich die Geschichte beschreibt, wie das Lied We Are The World entstanden ist. Unter Federführung von Lionel Richie, Quincy Jones, Michael Jackson und Stevie Wonder.“
Der Song 'We Are The World' ist das zentrale Thema der empfohlenen Dokumentation. Böhmermann und Schulz diskutieren ausführlich die Entstehungsgeschichte des Charity-Songs, die beteiligten Künstler und die Rivalität zwischen Prince und Michael Jackson bei der Aufnahme.
Curb Your Enthusiasm
Larry David · 2000
🗣 Olli Schulz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:36:07 „Ich muss erstmal die erste Folge von Curb gucken. Curb, du du dir so ein Mist rausgekommen bist. Das muss ich jetzt mal gucken.“
Als Jan Böhmermann die Doku 'The Greatest Night in Pop' empfiehlt, antwortet Olli Schulz, dass er zuerst noch die erste Folge von Curb Your Enthusiasm schauen müsse, die Böhmermann offenbar in einer früheren Sendung empfohlen hatte.