Zivilisationskritische Schriften (Discours sur l'inégalité u.a.)
Jean-Jacques Rousseau
In den beiden Streitschriften Über Kunst und Wissenschaft (1750) und Über den Ursprung der Ungleichheit unter den Menschen (1755) entwickelt Rousseau den Grundgedanken seiner radikalen Kultur- und Zivilisationskritik. Die Entfaltung des Verstandes und die Entstehung des Eigentums brandmarkt er als Ursachen für die Ausbildung der gesellschaftlichen Ungleichheit unter den Menschen und setzt so ein erstes Signal für die Freiheits- und Gleichheitsforderungen der Revolution von 1789.
Erwähnungen (1)
„Es geht schon gegen den Ständestaat auch. Gegen die religiöse Etikette, die so starr und so brutal ist. Da gibt es auch eine Zivilisationskritik, die von dem französischen Schriftsteller Rousseau her stammt.“
Bei der Besprechung von Goethes 'Werther' ordnet Adam Soboczynski die darin enthaltene Zivilisationskritik ideengeschichtlich ein und verweist auf Rousseau als geistigen Vorläufer der Sturm-und-Drang-Bewegung.
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