Zitat über Neid und Gerechtigkeit
Sigmund Freud
Die kulturtheoretische Abhandlung Sigmund Freuds erschien erstmalig 1930. Die Arbeit beschäftigt sich mit den Gegensätzen zwischen Triebregungen und der Kultur des Menschen in den jeweiligen gesellschaftlichen Kontexten.
Erwähnungen (1)
„Also ich habe jetzt hier einen Satz von Sigmund Freud gefunden, der sagt, der Urgrund der Gerechtigkeitsforderung liegt eigentlich im Neid. Also er sagt, die Vorstellung von Gerechtigkeit ist auf dem Neid gegründet, deswegen ist der Neid der Motor der Entwicklung.“
Im Kontext der Diskussion über Neid als Todsünde zitiert Sabine Rückert Freuds These, dass die Gerechtigkeitsforderung im Neid wurzelt. Sie nutzt das Zitat, um die Dynamik zwischen den Brüdern und Josef zu deuten – der Vater war ungerecht, dadurch entstand Neid und Zerstrittensein.
Ähnliche Medien
Jenseits des Lustprinzips
Sigmund Freud
In der psychoanalytischen Theorie nehmen wir unbedenklich an, dass der Ablauf der seelischen Vorgänge automatisch durch das Lustprinzip reguliert wird, das heißt, wir glauben, dass er jedes Mal durch eine unlustvolle Spannung angeregt wird und dann eine solche Richtung einschlägt, dass sein Endergebnis mit einer Herabsetzung dieser Spannung, also mit einer Vermeidung von Unlust oder Erzeugung von Lust zusammenfällt.
Massenpsychologie und Ich-Analyse
Sigmund Freud
Der Gegensatz von Individual- und Sozial- oder Massenpsychologie, der uns auf den ersten Blick als sehr bedeutsam erscheinen mag, verliert bei eingehender Betrachtung sehr viel von seiner Schärfe. Die Individualpsychologie ist zwar auf den einzelnen Menschen eingestellt und verfolgt, auf welchen Wegen derselbe die Befriedigung seiner Triebregungen zu erreichen sucht, allein sie kommt dabei nur selten, unter bestimmten Ausnahmsbedingungen, in die Lage, von den Beziehungen dieses Einzelnen zu ande...
Wiederholungszwang-Konzept (Jenseits des Lustprinzips)
Sigmund Freud
In der psychoanalytischen Theorie nehmen wir unbedenklich an, dass der Ablauf der seelischen Vorgänge automatisch durch das Lustprinzip reguliert wird, das heißt, wir glauben, dass er jedes Mal durch eine unlustvolle Spannung angeregt wird und dann eine solche Richtung einschlägt, dass sein Endergebnis mit einer Herabsetzung dieser Spannung, also mit einer Vermeidung von Unlust oder Erzeugung von Lust zusammenfällt.
Das Unbehagen in der Kultur
Sigmund Freud
Eine umfassende kulturtheoretische Abhandlung Freuds: In diesem Werk von 1930 untersucht Sigmund Freud die Entwicklung unserer Kultur. Er sieht eine unvermeidliche Verbindung zwischen dem Anwachsen der Kultur und dem Anwachsen eines Schuldgefühls. Er kritisiert, dass Triebregungen im Rahmen von Kultur eingeschränkt und unterdrückt werden und dies eine innere Destruktivität auslöst.