Wohlstand für Alle
Ludwig Erhard
Der Titel des Buches Wohlstand für Alle ist zu einem verbreiteten Slogan geworden. Von Sahra Wagenknecht bis Friedrich Merz berufen sich noch heute viele unterschiedliche Politiker auf Ludwig Erhards Konzept der Sozialen Marktwirtschaft. In der Tat sind seine beiden Kernideen bis heute aktuell und gültig: Die freie Wirtschaft muss vor staatlichen Eingriffen sowie vor Kartellen und Monopolen geschützt werden, und die überkommene Situation einer dünnen Oberschicht, die einer breiten Unterschicht g...
Erwähnungen (5)
„Ich komme nur deswegen drauf, weil du in diesem Zusammenhang auch über das Jahr 1957 schreibst. Und 57 war das Jahr, in dem dieses berühmte Buch von Ludwig Erhard erschienen ist, Wohlstand für alle. Und du beschreibst, wie das wirklich einen Paradigmenwechsel für dieses Land bedeutet hat.“
Im Gespräch über die Nachkriegszeit und den wirtschaftlichen Aufstieg Deutschlands erwähnt Lanz Ludwig Erhards programmatisches Buch von 1957. Er verknüpft es mit Prechts kommendem Buch, in dem die Überwindung der Mangelgesellschaft beschrieben wird. Beide diskutieren, wie Erhards Vorstellung maximaler wirtschaftlicher Freiheit sich von der heutigen Realität staatlicher Wirtschaftseingriffe unterscheidet.
„Wohlstand für alle ist das eine bei Ludwig Erhard, aber Eigentum für alle ist eigentlich aus meiner Sicht so das zweite große Thema, das dazugehört.“
Im Kontext einer Diskussion über steigende Immobilienpreise, sinkende Eigentumsquoten und die Wohnungsnot in Deutschland greift Spahn auf Ludwig Erhards berühmtes Konzept zurück und erweitert es: Neben Wohlstand für alle müsse auch Eigentum für alle das Ziel sein. Er sieht darin die beste Altersvorsorge und ein Fundament bürgerlicher Gesellschaft.
„In diesem Buch, das berühmte Buch Wohlstand für alle, da führt er aus, dass Wachstum zwar für ihn eine historische Notwendigkeit ist, die aber, und das ist interessant, in Zukunft, in einer wie auch immer definierten ferneren Zukunft, auch wieder entfallen könnte.“
Lanz zitiert überraschend Ludwig Erhard, den politischen Vater der sozialen Marktwirtschaft, als Wachstumsskeptiker. In seinem berühmten Buch habe Erhard Wachstum nur als historische Notwendigkeit gesehen, die in Zukunft auch entfallen könne – eine These, die Lanz im Kontext der Club-of-Rome-Debatte als bemerkenswert hervorhebt.
„Also Ludwig Erhards Anspruch, Wohlstand für alle, hat er 1957 geschrieben. Und eingelöst wurde das so in den 80er, 90er Jahren.“
Precht erwähnt Erhards programmatisches Buch, um zu zeigen, dass dessen Versprechen erst Jahrzehnte später in den goldenen 80er und 90er Jahren eingelöst wurde – als sich auch ein Vorarbeiter bei Ford mehrfach Urlaub und große Autos leisten konnte.
„Und das Ludwig-Ehrer-Zitat, der hat ja dieses wunderbare Buch geschrieben, wo ich dann für alle... Und das war eigentlich der Versuch, die Deutschen, die in Sachen Marktwirtschaft versöhnt, nämlich eine Form von sozialem Ausgleich und erfolgreicher Marktwirtschaft.“
Im Kontext einer Diskussion über funktionierende Marktwirtschaft verweist Poschardt auf Ludwig Erhards Klassiker als Grundlage der sozialen Marktwirtschaft. Er beschreibt das Buch als den Versuch, die Deutschen mit der Marktwirtschaft zu versöhnen, indem sozialer Ausgleich und wirtschaftlicher Erfolg verbunden werden – eine Balance, die Deutschland seiner Meinung nach inzwischen verloren hat.
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