Wir amüsieren uns zu Tode
Neil Postman
Neil Postman: "Wir amüsieren uns zu Tode. Urteilsbildung im Zeitalter der Unterhaltungsindustrie". Aus dem Amerikanischen von Reinhard Kaiser. S. Fischer Verlag, Frankfurt/M. 1985, 207 S., kart., 19,80 DM
Erwähnungen (5)
„Also es gab ja von Neil Postman mal das Buch, wir amüsieren uns zu Tode.“
Precht greift Lanz' Metapher der sich zu Tode stimulierenden Ratten auf und zieht eine Parallele zu Neil Postmans These. Er erweitert Postmans Idee des Sich-zu-Tode-Amüsierens um die Dimension der Dauererregung: Nicht Unterhaltung, sondern permanente Aufregung könne dazu führen, dass eine Gesellschaft den Verstand verliert.
„Und dann habe ich Neil Postman gelesen, Wir amüsieren uns zu Tode. Aus den späten 80er Jahren, amerikanischer Medienteoretiker, lang verstorben, hat ein paar interessante Bücher geschrieben, aber Wir amüsieren uns zu Tode ist das Beste und Berühmteste auch.“
Wolf beschreibt, wie dieses Buch seine Skepsis gegenüber dem Fernsehen als Informationsmedium begründet hat
„Und es gibt ja, ich glaube, von Neil Postman so ein Buch, »Wir amüsieren uns zu Tode«, mit dem konnte ich nie was anfangen, weil unser Eins hat um das Jahr 1900 nicht lateinische Verse deklamiert und Hausmusik gemacht.“
Scholz grenzt sich von Kulturpessimismus ab. Er nutzt Postmans berühmte Medienkritik als Gegenbeispiel: Er teile nicht die Haltung, dass früher alles besser gewesen sei. Im Gegenteil – die Gesellschaft sei heute gebildeter und differenzierter als je zuvor, auch wenn die Fragmentierung der Öffentlichkeit neue Herausforderungen schaffe.
„Sabine Rennefans, Kollegin vom SPIEGEL, hat neulich in ein Meinungsstück Neil Postman zitiert, du erinnerst dich, ne? Wir amüsieren uns zu Todes. So ein düsterer Essay darüber, ich glaube Mitte der 80er erschienen. Wie das Fernsehen uns fertig macht. Genau, wie Politik zur Stoffe kommt.“
Markus Lanz greift einen Spiegel-Artikel von Sabine Rennefanz auf, die Neil Postmans Klassiker zitiert. Postmans These — die Gefahr für die Demokratie liege nicht in Zensur oder Gewalt, sondern in der Verwandlung öffentlicher Kommunikation in Unterhaltung — wird direkt auf Trump angewandt: Wer nicht unterhält, verschwindet, und niemand habe das so gut verstanden wie Trump.
„Wir amüsieren uns noch alle zu Tode, heißt glaube ich sein berühmtester.“
Neil Postmans bekanntestes Werk wird im Kontext der Medienkritik und der Debatte um Social-Media-Verbote erwähnt
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