Why Liberalism Failed
Patrick Deneen
Has liberalism failed because it has succeeded? Of the three dominant ideologies of the twentieth century—fascism, communism, and liberalism—only the last remains. This has created a peculiar situation in which liberalism’s proponents tend to forget that it is an ideology and not the natural end-state of human political evolution.
Erwähnungen (6)
„Zwei Bücher von Patrick Denien gelesen. Der ist in Deutschland nicht weltberühmt, in den USA ist er deutlich bekannter, aber er gilt so ein bisschen als der geistige Ziehvater von Vance. Und dieser Patrick Denien hat zwei Bücher geschrieben und das eine gibt es auch auf Deutsch, das heißt, warum der Liberalismus gescheitert ist.“
Precht stellt Patrick Deneens Analyse vor, wonach der Liberalismus – die ideologische DNA der USA – sich zu Tode gesiegt habe. Deneen wird als geistiger Ziehvater von J.D. Vance eingeordnet. Precht findet bemerkenswert, dass dieselbe Diagnose, die er bisher nur von linksliberalen Kommunitaristen kannte, nun auch von rechtskonservativer Seite kommt.
„da gibt es zum Beispiel ein berühmtes des konservativen Politikwissenschaftlers Patrick Deneen, Why Liberalism Failed, also warum der Liberalismus gescheitert ist“
Wird als Vergleichswerk herangezogen, um Samuel Moyns Argumentation einzuordnen. Deneen argumentiere, der Liberalismus sei von Anfang an fehlerhaft gewesen, während Moyn sage, er sei im Kalten Krieg falsch abgebogen.
„Und dieser J.D. Vance hat 2017 ein Buch geschrieben, warum der Liberalismus zu Ende ist. Genau, warum der Liberalismus gescheitert ist. Und das ist natürlich interessant, wenn ein Rechter mir erzählt, der Liberalismus, der ja für viele Linke sozusagen Synonym für Kapitalismus auch ist, auf einmal von rechts eine Kultur- und Gesellschafts- und Wirtschaftskritik kommt, die ich bislang nur von links kannte.“
Precht stellt Patrick Deneens zentrales Werk vor, das er als kommenden Interviewgast vorbereitet. Die Kernthese: Der Liberalismus seit John Locke – das Primat des Individuums und seiner Freiheitsrechte – hat sich zu Tode gesiegt und fragmentierte, egoistische Gesellschaften hinterlassen. Precht findet besonders faszinierend, dass hier von rechts eine Kulturkritik kommt, die er bislang nur von linken Denkern wie Adorno und Marx kannte.
„Also er hat konservativ, muss man ja sagen. Wiederkehr von mehr Nationen, mehr Familie, mehr Tradition und so weiter sich wünscht. Aber die gleiche Argumentation, der Liberalismus, wie er das sagt, hat die sozialen Bindungen zerstört, es sind keine festen Strukturen mehr, man fühlt sich nirgendwo mehr zugehörig und so weiter.“
Precht referenziert den konservativen amerikanischen Politikwissenschaftler Patrick Deneen und dessen Kernthese, dass der Liberalismus soziale Bindungen zerstört habe. Die These wird als moderne Parallele zu Polanyis Kapitalismuskritik von 1944 eingeordnet. Deneen wird nicht namentlich mit einem Buchtitel genannt, aber die beschriebene These ist eindeutig seinem bekannten Werk zuzuordnen.
„Und als ich das Gespräch hatte mit einem der Mentoren der Republikaner, mit Patrick Deneen, der wichtigsten Mentor möglicherweise von J.D. Vance und so weiter. Da lese ich das Buch eines Rechten, das voll ist mit linker Kritik.“
Richard David Precht beschreibt seine Lektüre von Patrick Deneens Buch und seine Überraschung, dass ein konservativer Denker – und Mentor von J.D. Vance – klassisch linke Kritik an Globalisierung und Neoliberalismus formuliert. Dies illustriert seine These, dass die Rechten die verlassenen Themen der Linken übernommen haben.
„Das ist ein rechtskonservativer Denker, der also sehr vorsichtig war zu sagen, dass er Trump unterstützt, weil er Angst hat im deutschen Fernsehen das so klar zu machen. Der aber den Liberalismus als gescheitert ansieht und sich etwas konservativ-klerikal-autoritäres wünscht, was er für besser hält.“
Precht erzählt von seinem Gespräch mit dem rechtskonservativen US-Denker Patrick Deneen in seiner Sendung. In der Analyse der Schwächen des Liberalismus waren sich beide einig, in den Zukunftsvorstellungen völlig konträr – ein Beispiel dafür, wie Precht mit rechten Denkern umgeht: erst Plattform geben, dann kritisch abklopfen.
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