Weihnachtsoratorium
Johann Sebastian Bach
Das Weihnachtsoratorium BWV 248 ist ein sechsteiliges Oratorium für Soli (SATB), gemischten Chor und Orchester von Johann Sebastian Bach. Die einzelnen Teile wurden erstmals vom Thomanerchor in Leipzig in den sechs Gottesdiensten zwischen dem ersten Weihnachtsfeiertag 1734 und dem Epiphaniasfest 1735 in der Nikolaikirche und der Thomaskirche aufgeführt.
Erwähnungen (4)
„Oder eben auch das Weihnachtsoratorium gehört. Aber wir nehmen uns für heute einen anderen Wundertext, ein sehr schwieriger Text, komplizierter Text über die Menschwerdung Gottes.“
Johanna Haberer erwähnt das Weihnachtsoratorium beiläufig als etwas, das die Hörer an Heiligabend vermutlich schon gehört haben, bevor sie zum eigentlichen Thema der Episode überleitet – dem Johannesprolog.
„Als ich im Weihnachtsoratorium war und dann in München mit der U-Bahn nach Hause gezogen bin und hatte meine Fahrkarte jemandem anderen gegeben und war also ohne Fahrkarte mit meiner kleinen Tochter in dieser U-Bahn gesessen.“
Sabine Rückert erzählt eine persönliche Weihnachtsanekdote, die mit einem Besuch des Weihnachtsoratoriums beginnt. Die Erwähnung dient als Ausgangspunkt für eine Geschichte über wundersame Begegnungen mit einem nachsichtigen Kontrolleur und einem orientierungslosen Busfahrer, die sie scherzhaft als Engel deutet.
„Ich würde gerne mit dir vor Weihnachten ins Weihnachtsoratorium und vor Ostern in die Johannispassion gehen.“
Im Rahmen der vorgelesenen Passage aus Bernhard Schlinks Roman äußert der sterbende Protagonist den Wunsch, mit seinem Sohn das Weihnachtsoratorium zu besuchen. Das Werk wird als Beispiel für die Schönheit und Poesie der christlichen Religion genannt, die der Protagonist trotz seiner Gotteszweifel schätzt.
„Es ist eher so, es ist wie ein Konzert gehen, so mache ich das. Was an? Das ist Weihnachtsoratorium an. Das ist so, zum Beispiel unter der Neujahrsansprache.“
Stuckrad-Barre vergleicht das Lesen von YouTube-Kommentaren unter der Neujahrsansprache mit einem Konzertbesuch – konkret mit dem Weihnachtsoratorium. Für ihn ist das Durchlesen der Kommentarspalten eine Art rituelles Kulturerlebnis, bei dem er die Stimmung der Bevölkerung abliest.
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