Warten auf Godot
Samuel Beckett
Absurdistisches Meisterwerk von Samuel Beckett über zwei Männer, die auf der Landstraße auf Godot warten – eine Person, die möglicherweise nie kommt. Das Stück erforscht Themen von Sinnlosigkeit, Hoffnung und endlosem Warten auf Erlösung als philosophische Metapher für das menschliche Dasein.
Erwähnungen (4)
„Und dieser Wissenschaftler, der Qumran-Experte Shemarian Talmon, hat zu mir gesagt… Es war wie das Warten auf Godot in der Wüste. Sie fieberten in akuter messianischer Erwartung und es geschah nichts.“
Sabine Rückert zitiert den Qumran-Experten Shemariyahu Talmon, der die Situation der Essener mit Becketts berühmtem Theaterstück verglich: Die Sekte wartete in der Wüste auf den vorausberechneten Weltuntergang, der nie kam — eine existenzielle Enttäuschung, die sie in fieberhaftes Bibelstudium trieb.
„Es entwickelt sich eine Situation, die an Kafka erinnert oder an Beckett. Du hast das mit Beckett verglichen in deinem Text.“
Sabine Rückert nennt neben Kafka auch explizit Beckett als literarische Parallele zu Pauls absurder Lage. Der Vergleich mit Beckett – vermutlich 'Warten auf Godot' – unterstreicht das Gefühl endlosen, sinnlosen Wartens auf eine Lösung, die nie kommt.
„Warten auf Godot, der Klassiker von Samuel Beckett. Das ist natürlich wirklich ein Klassiker. Zwei Männer unterhalten sich, warten auf Godot, der nie auftaucht. Zwischendurch taucht der Tod auf.“
Olli Schulz berichtet von seinem New-York-Trip und erzählt, dass er Keanu Reeves und Alex Winter in einer Inszenierung von 'Warten auf Godot' am Broadway gesehen hat. Er beschreibt das Bühnenbild als beeindruckend, merkt aber an, dass man den Unterschied zwischen Film- und Theaterschauspielern deutlich spürt.
„Estragon und Wladimir sind dafür weltberühmt. Das sind zwei Männer in einem Theaterstück, das Samuel Beckett vor über 70 Jahren geschrieben hat. Die beiden haben überhaupt nichts zu tun. Sie stehen den ganzen Tag nur auf einer Landstraße herum.“
Sabine Rückert liest eine Kolumne von Iris Radisch vor, die das Theaterstück 'Warten auf Godot' vorstellt. Sie verbindet es mit dem Thema der Apokalypse-Sendung: das endlose Warten auf Erlösung, auf Godot, der nie kommt – analog zum christlichen Warten auf die Wiederkehr Christi. Johanna Haberer ergänzt, dass Jesus selbst eine andere Botschaft hatte: Das Reich Gottes ist schon da.
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