Wall Street
Oliver Stone
Nach dem Ende seiner langjährigen Haftstrafe stellt Gekko fest, dass er nicht mehr Teil der Wall Street Welt ist, die er einst dominierte. Um die kaputte Beziehung zu seiner Tochter Winnie wieder herzustellen, verbündet er sich mit deren Verlobten Jacob, einem jungen Investment Banker. Dieser beginnt in Gordon Gekko eine Art Vaterfigur zu sehen.
Erwähnungen (3)
„Gier ist gut, Gier ist richtig, Gier ist gesund. Du hast Wall Street gesehen, haben wir alle damals geguckt. Das sagt Michael Douglas als Gordon Gekko. Und das ist so der, wie soll man sagen, alles auf den Punkt gebracht.“
Lanz zitiert das berühmte Gordon-Gekko-Motto aus dem Film Wall Street als Inbegriff der Gier-Philosophie. Precht ergänzt, er habe den Film damals als Inbegriff dessen gesehen, was in der Welt schiefläuft, und konnte Michael Douglas danach über zehn Jahre hinweg in keiner Rolle mehr sehen, ohne ihn für das Arschloch aus dem Film zu halten.
„Das beste Beispiel ist ja aus den 80ern Wall Street, Oliver Stone, Michael Douglas in der Hauptrolle, der ja einen Bösewicht gespielt hat, jetzt mal ganz vereinfacht gesprochen. Und man weiß, im Nachhinein ist eine ganze Generation von Finanzleuten groß geworden mit diesem Film und für die war plötzlich dieser Bösewicht das Vorbild.“
Christoph Amend greift den Wolf-of-Wall-Street-Verweis auf und zieht eine Parallele zu Oliver Stones Wall Street aus den 80ern. Er beschreibt das paradoxe Phänomen, dass der als Bösewicht angelegte Charakter Gordon Gekko (Michael Douglas) für eine ganze Generation von Finanzleuten zum bewunderten Vorbild wurde – das Gegenteil der beabsichtigten Botschaft des Films.
„Das war auch die Zeit mit Michael Douglas als Börsenmakler, als Gecko. Das war sozusagen die Zeit, wo man sagt, du musst einfach das System ausnutzen. Du musst mit Milliarden jonglieren und du musst der eiskalteste, gerissenste Hund sein.“
Precht nutzt die ikonische Filmfigur Gordon Gecko als Symbol für den Wertewandel der 1980er und 90er Jahre: weg von der klassischen Leistungsgesellschaft, hin zur Erfolgsgesellschaft, in der Skrupellosigkeit und Finanzspekulation mehr bewundert werden als ehrliche Arbeit.
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