Buch

Von der Pflicht. Eine Betrachtung

Richard David Precht

Richard David Precht fragt in seinem Buch, das während der Covid-19-Pandemie entstand: Was schulden wir einander? Während die meisten Menschen Empathie mit den Schwachen zeigten, entpflichteten sich andere im Namen der Freiheit. Ein philosophischer Appell an Verantwortung und Gemeinsinn.

Von der Pflicht. Eine Betrachtung

Erwähnungen (11)

Lanz & Precht
🗣 Precht referenziert bei ⏱ 00:08:36
„Precht verweist auf sein eigenes Corona-Buch 'Von der Pflicht' im Kontext der Impfdebatte.“

Diskussion über Kimmichs Impfverweigerung und gesellschaftliche Pflicht. Precht referenziert sein eigenes Buch.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:08:38
„Also ich habe ja ein Buch geschrieben, in dem ich die Corona-Politik des Staates alles in allem, nicht jede einzelne Maßnahme, aber alles in allem verteidigt habe, weil ich gesagt habe, der Staat hat die Pflicht dafür, das Recht auf Leben der Menschen zu schützen.“

Precht verweist auf sein eigenes Buch, in dem er die staatlichen Corona-Maßnahmen grundsätzlich verteidigte, um seinen Standpunkt zu untermauern: Er sei kein grundsätzlicher Maßnahmenkritiker, aber die aktuelle Druckausübung auf Ungeimpfte gehe ihm zu weit. Der Buchtitel wird nicht explizit genannt, es handelt sich sehr wahrscheinlich um 'Von der Pflicht' (2021).

Lanz & Precht
🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:32:53
„Aber gibt es vielleicht eine moralische Verpflichtung, sich impfen zu lassen? Und da muss ich immer denken an dein Buch über die Pflicht. Du hast vor, wie lange ist das her? Ein gutes Jahr? Ja, ungefähr. Ein Buch veröffentlicht, ein tolles Buch über die Pflicht, die die Menschen haben.“

Markus Lanz leitet vom Thema Impfpflicht zur Frage einer moralischen Verpflichtung über und verweist auf Prechts Buch als gedanklichen Rahmen. Im weiteren Verlauf zitiert er ausführlich daraus, um die Fürsorgepflicht des Staates zu begründen – nämlich dass der Staat nicht nur das Recht, sondern die Pflicht hat, Regeln zum Schutz gefährdeter Menschen zu verordnen. Das Buch wird zum zentralen Argumentationsbaustein der gesamten zweiten Gesprächshälfte.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:43:51
„Aber ich denke, dass viele Menschen da eben, und ich habe das ja auch in meinem Buch über die Pflicht geschrieben, also nicht viele, nicht die Mehrheit, aber nicht wenige Menschen eine Kundenmentalität gegenüber dem Staat haben.“

Im Gespräch über das Verhältnis der Bürger zum Staat verweist Precht auf sein eigenes Buch, in dem er die These einer verbreiteten Kundenmentalität gegenüber dem Staat ausführlich behandelt. Viele Menschen sähen den Staat als Dienstleister, bei dem man für seine Steuern eine Gegenleistung erwarte – ein rein marktwirtschaftliches Verhältnis, das liberale Demokratien auf Dauer untergrabe.

Lanz & Precht
🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:10:54
„Ich habe in Vorbereitung auf die Ausgabe heute noch einmal dein Pflichtbuch gelesen. Pflichtlektüre sozusagen. Und es war in mehrerlei Hinsicht total interessant. A, liest sich das sehr schnell, sehr süffig weg, um es mal so zu formulieren. Das war ja damals eher so ein Essay eigentlich, wenn man so will.“

Lanz hat Prechts Buch über Pflicht als Vorbereitung auf die Sendung erneut gelesen. Er beschreibt es als schnell und süffig zu lesen, eher essayistisch. Das Buch entstand im Kontext der Corona-Pandemie und behandelt die Frage, welche Pflichten Bürger und Staat haben – es bildet die inhaltliche Grundlage der gesamten Episode.

Lanz & Precht
🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:35:08
„In deinem Buch gibt es auch viele interessante Beispiele zum Thema Moral und Wirtschaft. Da haben wir schon ein bisschen drüber gesprochen, über Josef Ackermann und so weiter, der sich sozusagen dem Gemeinwohl nicht verpflichtet fühlte.“

Lanz bezieht sich wiederholt auf Prechts aktuelles Buch, das offenbar den Rahmen für die gesamte Gesprächsfolge bildet. Es behandelt Themen wie Gemeinsinn, Moral in der Wirtschaft und die Geschichte des Rathenauplatz in Köln. Das Buch wird mehrfach als 'dein Buch' referenziert.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:39:44
„Also ich habe in meinem Buch über die Pflicht mal so einige von diesen Dingen so aufgelistet. Was ist irgendwie viel wahrscheinlicher? Der berühmteste Klassiker ist immer die größte Gefahr, die am stärksten unterschätzt sind, sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf Grundlage von zu wenig Sport und falscher Ernährung.“

Precht greift Kahnemans Beispiel der verzerrten Risikowahrnehmung auf und verweist auf sein eigenes Buch, in dem er ähnliche Fehleinschätzungen aufgelistet hat. Er illustriert damit, dass Menschen alltägliche Gefahren wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen chronisch unterschätzen, während sie seltene Bedrohungen wie Terroranschläge überbewerten.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:07:30
„Der dritte Teil war, dass ich dann das Buch über die Pflicht geschrieben habe, weil ich mich auch unter anderem in meinem persönlichen Umfeld sehr über Menschen geärgert habe.“

Precht schildert seine verschiedenen Stationen während der Pandemie und erwähnt sein Buch über staatliche Pflichten und Grundrechtseinschränkungen als dritten Abschnitt seiner Corona-Erfahrung.

Lanz & Precht
🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:37:01
„Und meine Frage an dich ist, Richard, du hast ja mal ein sehr schönes Buch über die Pflicht gemacht. Ist das die Falle, in die sozusagen auch die SPD letzten Endes getappt ist?“

Lanz leitet über zur Frage, ob der Sozialstaat eine Pflicht-Lücke hat. Er verknüpft Prechts Buch über den Pflichtbegriff mit der SPD-Haltung zum Bürgergeld und fragt, ob die Partei zu naiv an das Gute im Menschen geglaubt hat, statt Pflichten einzufordern.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:08:31
„Aber ich habe ja dann in meinem Buch über die Pflicht überlegt, was wird aus einer Gesellschaft, die gar kein Pflichtgefühl mehr kennt“

Precht verweist auf sein eigenes Buch über Pflicht im Kontext der Diskussion über schwindendes Pflichtgefühl in der Gesellschaft

Lanz & Precht
🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:07:22
„Und das ist ja eng verlinkt, auch ein Thema eines deiner Bücher mit so einem altmodischen Begriff wie Pflicht. Das ist ja damit verbunden in gewisser Weise.“

Im Gespräch über Gesinnungsethik versus Verantwortungsethik verweist Lanz auf Prechts Buch über den Pflichtbegriff. Precht greift das auf und erläutert seine These, dass eine Gesellschaft ohne Pflichtgefühl sich langfristig auflöst und keine Gemeinwohlorientierung mehr haben kann.

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