Buch

Verlust. Ein Grundproblem der Moderne

Andreas Reckwitz

Gletscher schmelzen, Arbeitswelten verschwinden, Ordnungen zerfallen. Verluste bedrängen die westlichen Gegenwartsgesellschaften in großer Zahl und Vielfalt. Sie treiben die Menschen auf die Straße, in die Praxen der Therapeuten und in die Arme von Populisten. Sie setzen den Ton unserer Zeit. Während sich die Formen ihrer Bearbeitung tiefgreifend verändern, scheinen Verlusterfahrungen und Verlustängste immer weiter zu eskalieren.

Verlust. Ein Grundproblem der Moderne

Erwähnungen (3)

Was liest du gerade?
🗣 Alexander Cammann empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:00:30
„dann reden wir über Andreas Reckwitz, Verlust, ein Grundproblem der Moderne, erschienen bei Surkamp.“

Eines der zwei Hauptbücher, die in dieser Episode besprochen werden

Was liest du gerade?
🗣 Alexander Cammann referenziert bei ⏱ 00:23:11
„Er sagt, glaube ich, einfach, er sieht in unseren Gesellschaften so eine massive Fortschritts-DNA eingebaut. Und dieses Bewusstsein ist tief ins 20. Jahrhundert gewandert und gipfelte dann eigentlich in diesen berühmten 30 goldenen Jahren nach 1945. Und heutzutage sind wir umstellt von plötzlichen Pandemien, von Klimawandel, von politischen Regressionserfahrungen.“

Zweites Hauptbuch der Episode. Reckwitz analysiert, wie sich westliche Gesellschaften von einer Fortschrittserzählung hin zu einem dominierenden Verlustgefühl gewandelt haben – materiell, statusbezogen und als Zukunftsverlust. Cammann nennt es "enorm anregend" und "wegweisend".

Lanz & Precht
🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:11:56
„Andreas Reckwitz hat gerade ein interessantes Buch veröffentlicht, genau zu dem Thema Verlust als Grundproblem der Moderne, wo er sagt, wir haben im Grunde sozusagen immer so getan, als wäre unsere moderne Welt ein einziges großes Aufstiegsversprechen gewesen.“

Lanz führt das Buch von Andreas Reckwitz ein, um die These zu untermauern, dass die moderne Gesellschaft systematisch Verlusterfahrungen tabuisiert hat. Das Buch wird zum zentralen Referenzpunkt des Gesprächs: Beide Sprecher diskutieren ausführlich die Idee, dass der Kapitalismus seit 250 Jahren ein Fortschrittsversprechen macht, das keinen Raum für Verluste lässt. Precht nennt es 'das erste Buch von über 400 Seiten, das sich tatsächlich nur mit diesem Thema auseinandersetzt'.

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