Utopia
Thomas Morus
Thomas Morus: Utopia | Für die eBook-Ausgabe neu lektoriert und mit modernisierter Rechtschreibung. Voll verlinkt, mit eBook-Inhaltsverzeichnis und einem erklärenden Vorwort. Dieses Buch hat gewaltige Wirkung hinterlassen. Es ist die erste ›Sozialutopie‹, und wurde zum Vorläufer eines ganzes Genres. Der Engländer Thomas More (1478–1535), der es im Alter von 37 Jahren schrieb, schildert darin einen, aus seiner Sicht idealen Staat. – Die Utopier kennen kein Privateigentum.
Erwähnungen (6)
„Es gibt ja den Begriff der Utopie. Und dieser Utopiebegriff, der ist auf einen Roman zurückzuführen, der vor über 500 Jahren geschrieben worden ist. Der hieß Utopia. Geschrieben wurde er von Thomas Morus, einem Politiker und Gelehrten, der 1487 bis 1535 gelebt hat.“
Sabine Rückert führt Thomas Morus' Roman "Utopia" als historischen Ursprung des Utopiebegriffs ein. Sie beschreibt ausführlich die auf der fiktiven Insel herrschenden Zustände — radikale Gleichheit, Abschaffung des Geldes, demokratische Regierung — und zieht dann die Parallele, dass in jeder Utopie bereits die Dystopie angelegt sei, wie der Sowjetkommunismus oder das heutige China zeigten.
„Und dann lässt er einen Seefahrer, Raphael Hytlodeus, griechisch übersetzt der Lügenerzähler, erzählen, dass er, das war ja die Zeit, Kolumbus hatte Amerika entdeckt. Und jetzt konnte man natürlich sagen, ich als Seefahrer bin jetzt hier und da und da gewesen. Und da gibt es im fernen Südamerika eine Raumutopie.“
Precht erzählt ausführlich von Thomas Morus' Werk, aus dem der Begriff 'Utopie' stammt. Morus, Lordkanzler unter Heinrich VIII., entwarf darin eine Inselgesellschaft ohne Arm und Reich, in der Eigentum seine Bedeutung verloren hat und Häuser alle zehn Jahre getauscht werden. Precht betont den visionären Charakter: Anfang des 16. Jahrhunderts entwarf Morus ein Bild einer bürgerlichen Rechtsstaatsrepublik, die erst Jahrhunderte später Realität wurde.
„Er hat aber, und deswegen ist er auch ganz berühmt, einen Roman geschrieben, der heißt Utopia. Und von diesem Roman kommt der Begriff Utopie.“
Sabine erwähnt den berühmten Roman im Zusammenhang mit der Vorstellung von Thomas Morus und seinem Gebet
„Also sagt sie auch immer, von Ovid bis Marx gibt es die Momente. Thomas Morus ist natürlich dabei und erzählt, das stellt uns das nach.“
Nora Bossong erwähnt Thomas Morus als einen der kanonischen Autoren, die Agnes Heller in ihrem Buch über Utopien und Dystopien heranzieht. Morus' 'Utopia' steht dabei als Urtext der Gattung in einer Reihe von Ovid bis Marx.
„Ich hatte in Englisch einen fantastischen Lehrer, Herr Modelmeier, der auch als Dichter arbeitete und mir Utopia von Thomas Moore und viele andere Sachen nahe gebracht hat.“
Funke erinnert sich an prägende Lehrer ihrer Schulzeit. Ihr Englischlehrer Herr Modelmeier, selbst Dichter, brachte ihr Thomas Morus' Utopia nahe – ein Werk, das offenbar zu ihrer intellektuellen Prägung beitrug und ihr Interesse an anderen Welten und Gesellschaftsentwürfen weckte.
„Thomas Morus, der natürlich vorher, wo du Morus erwähnst, diese alternativen Welten fangen an aufzutreten und natürlich seine Utopia als Inbegriff dessen. Also dass man sich überhaupt anfangen kann vorzustellen, dass es ganz anders sein könnte und vielleicht auch in der Zukunft mal ganz anders oder an einem anderen Ort.“
Maja Beckers hebt Thomas Morus' Utopia als zentrales Werk in Pfisters Anthologie hervor. Es steht exemplarisch für die neue Fähigkeit der Renaissance-Gesellschaft, sich alternative Welten und Zukünfte vorzustellen — ein Konzept, das in der Anthologie mit weiteren Belegen untermauert wird.
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