Über den Begriff der Geschichte
Walter Benjamin
Die Aufzeichnungen Walter Benjamins Über den Begriff der Geschichte, an denen er bis zum Frühjahr 1940 schrieb, sind zugleich nüchterne Bilanz eines leidenschaftlichen Intellektuellen und steile Konstruktion eines kühlen Theoretikers. Der Intellektuelle legt Rechenschaft darüber ab, wie es um das altehrwürdige Unternehmen, die Welt in eine menschenwürdigere zu transformieren, bestellt ist – zumal in einer Zeit, in der die Kräfte, denen man dies bislang zugetraut hatte, zerfallen und die Hoffnung...
Erwähnungen (2)
„Das ist vielleicht wirklich so wie bei Walter Benjamin, dass einfach so Trümmer über Trümmer, gerade wenn es eher dystopische Zukunftsvorstellungen sind, sich gehäuft haben und irgendwo guckt noch so unsere Gegenwart so einmal so ganz kurz durch.“
Lars Weisbrod greift Walter Benjamins berühmtes Bild des Angelus Novus auf — den Engel der Geschichte, der auf sich auftürmende Trümmer blickt. Er überträgt dieses Bild auf dystopische Science-Fiction: In Zukunftsvisionen, die Tausende Jahre vorausblicken, schimmert die eigene Gegenwart nur noch als verschüttete Schicht durch, was eine eigentümliche Melancholie erzeugt.
„das ist sozusagen der Haufen der Geschichte oder vielleicht sogar so eine Art Trümmerhaufen im benjaminschen Sinne. Das ist all diese Trümmer und es gibt aber noch, noch viel mehr Trümmer, weil sie sind noch weiter in der Zukunft.“
Lars Weisbrod nutzt Walter Benjamins berühmtes Bild des Trümmerhaufens der Geschichte, um zu erklären, wie Dune europäisches Bildungsgut als Zivilisationsreste in einer fernen Zukunft einarbeitet.
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