Täter. Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden
Harald Welzer
Auf beunruhigende Weise wird gezeigt, wie Tötungsbereitschaft erzeugt wird und wie wenig wir unseren moralischen Überzeugungen trauen können. Über den Holocaust ist viel geschrieben worden, aber die wichtigste Frage ist bis heute nicht beantwortet: Wie waren all die "ganz normalen Männer", gutmütigen Familienväter und harmlosen Durchschnittsmenschen imstande, massenhaft Menschen zu töten? Es gab keine Personengruppe, die sich der Aufforderung zum Morden verschlossen hätte, weshalb Erklärungsansä...
Erwähnungen (2)
„mit Harald Welser kann man auch darüber reden, der viel zum Thema Gewalt zum Beispiel auch geforscht hat und der sagt, es gibt dann irgendwann in dem Moment, in dem sozusagen ein Angriff stattfindet, in dem Moment, in dem du attackiert wirst, in dem Moment, in dem neben dir der, mit dem du gestern Abend noch getrunken hast, einfach in die Luft gesprengt wird“
Markus Lanz verweist auf Harald Welzer als Gewaltforscher, dessen Erkenntnisse über Enthemmung und Gewaltspiralen im Krieg er im Gespräch über das Böse heranzieht. Welzers bekanntestes Werk 'Täter' behandelt exakt das Thema der Sendung: wie gewöhnliche Menschen zu Massenmördern werden.
„Harald Welzer, der ja sagt, Menschen sind seiner festen Überzeugung nach grundsätzlich zu absolut allem fähig. Man denkt immer, nein, das glaube ich im Leben nicht, glaube ich nicht.“
Neben dem bereits erfassten Buch 'Soldaten' (mit Sönke Neitzel) wird hier Welzers eigenständige Kernthese referenziert, dass gewöhnliche Menschen unter bestimmten Umständen zu allem fähig sind. Diese These ist das zentrale Argument seines Buches 'Täter', das die Mechanismen untersucht, wie normale Menschen zu Massenmördern werden.
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