Buch

Strukturwandel der Öffentlichkeit

Jürgen Habermas

**The Structural Transformation of the Public Sphere: An Inquiry into a Category of Bourgeois Society* (German: *Strukturwandel der Öffentlichkeit. Untersuchungen zu einer Kategorie der bürgerlichen Gesellschaft*) is a 1962 book by the philosopher Jürgen Habermas. It was translated into English in 1989 by Thomas Burger and Frederick Lawrence.

Strukturwandel der Öffentlichkeit

Erwähnungen (6)

Alles gesagt?
🗣 Maja Göpel referenziert bei ⏱ 02:27:34
„Und das ist ja eigentlich genau das, was wir mit dem Strukturwand der Öffentlichkeit, mit Habermas auch schon lange und viel diskutiert haben. Wie kann dieser deliberative Raum geschützt werden? Was ist der Code of Conduct?“

Maja Göpel spricht über die Verrohung des öffentlichen Diskurses und persönliche Angriffe auf Menschen, die sich öffentlich äußern. Sie verweist auf Habermas' Konzept des Strukturwandels der Öffentlichkeit, um zu argumentieren, dass der deliberative Raum geschützt werden müsse und die Netiquette verloren gegangen sei.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:20:35
„Er hat schon sehr früh ein sehr kluges Buch über Medien geschrieben, der Strukturwandel der Öffentlichkeit, seine Habilitationsschrift. Dem er also sehr gut versucht hat zu erklären, inwiefern Medien eine zentrale Rolle für das Funktionieren oder Nicht-Funktionieren von Demokratie hinspielen.“

Precht erklärt Lanz die Bedeutung von Jürgen Habermas und nennt dessen Habilitationsschrift als Beispiel für sein wegweisendes Werk. Er betont, dass die darin behandelte Frage nach der Rolle der Medien für die Demokratie heute 'spannender denn je' sei.

Alles gesagt?
🗣 Gerhart Baum referenziert bei ⏱ 04:06:08
„Auf der Grundlage der alten Habermaschen-Überlegung von, glaube ich, 1962. Hat jetzt neu geschrieben. Strukturwandel in der Öffentlichkeit. Haben wir noch eine gemeinsame Öffentlichkeit in Deutschland? Oder ist sie zersplittert?“

Gerhart Baum diskutiert die Fragmentierung der Öffentlichkeit durch das Internet und soziale Medien. Er bezieht sich auf Habermas' klassisches Werk von 1962 und erwähnt, dass Habermas das Thema neu aufgegriffen hat. Baum nutzt die Habermas'sche Analyse als theoretischen Rahmen für seine Sorge, dass eine gemeinsame demokratische Öffentlichkeit in Deutschland zu zersplittern droht.

Alles gesagt?
🗣 Eva Menasse referenziert bei ⏱ 02:58:57
„Das ist wirklich ein kategorialer Unterschied zu der Welt oder zu den Massenmedien, wie sie Habermas noch beschrieben hat, die ja im Grunde aus Sendern und Empfängern bestanden haben.“

Eva Menasse verweist auf Habermas' Beschreibung der Massenmedien als System aus Sendern und Empfängern, um den fundamentalen Unterschied zur heutigen digitalen Kommunikation zu verdeutlichen. Das Werk wird nicht namentlich genannt, aber die Beschreibung verweist klar auf Habermas' Analyse der Öffentlichkeit.

Alles gesagt?
🗣 Marietta Auer referenziert bei ⏱ 05:21:13
„Habermas gibt es da diese Theorie des Strukturwandels der Öffentlichkeit, der dann irgendwie sagt, ja, also die deliberative Demokratie lebt davon, dass wir hier diese schönen Medien haben und die machen sozusagen die vertretbaren Meinungen wie so einen schönen Garten gepflegt und so und dann können wir uns so die Parteien raussuchen und dann haben wir sozusagen eine Konsensdemokratie.“

Marietta Auer bezieht sich auf Habermas' Theorie, um zu erklären, warum die Filterfunktion klassischer Medien für die liberale Demokratie zentral war. Ihre These: In sozialen Medien prallen illiberale und liberale Positionen ungeschützt aufeinander, weil die kuratierte Öffentlichkeit, die Habermas beschrieb, wegfällt. Sie fügt allerdings hinzu, dass sie mit dieser rein digitalen Erklärung nicht zufrieden ist und das deshalb auch nicht publiziert habe.

Was liest du gerade?
🗣 Alexander Cammann referenziert bei ⏱ 00:48:56
„Also da eben wären mit seiner stabilen Struktur, Wandel der Öffentlichkeit aus den 60er Jahren, da ist er da. Quasi so ein richtiger Stichwortgeber gewesen. Das ist sowieso so ein interessanter Punkt bei Habermas, die Titel. Also Strukturwandel der Öffentlichkeit ist ein Claim geworden, wo die Leute betreffen, wie sich Sachen verändern.“

Im Klassiker-Segment der Folge wird anlässlich des Todes von Jürgen Habermas sein Werk gewürdigt. Cammann hebt hervor, dass allein der Titel 'Strukturwandel der Öffentlichkeit' zu einem geflügelten Wort wurde, das bis heute verwendet wird, wenn es um Veränderungen der öffentlichen Sphäre geht.

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