Stellungnahme Demenz und Selbstbestimmung
Deutscher Ethikrat
Anhand ausgewählter klinischer Situationen in der Neuromedizin zeigt dieses Buch, wie die wissenschaftliche Reflexion auf dem Gebiet der Neuroethik praktisch angewendet werden kann. Es richtet sich primär an Ärztinnen und Ärzte sowie an alle anderen Gesundheitsberufe, die in den Bereichen der Neuromedizin mit ethischen Fragen konfrontiert sind, die sich speziell in ihrem Tätigkeitsbereich ergeben.
Erwähnungen (1)
„Der Deutsche Ethikrat hat sich mit dem Thema Demenz und Selbstbestimmung befasst und hat das so formuliert. Werde der Mensch mit seiner geistigen Leistung gleichgesetzt, so heißt das in der Stellungnahme, dann müsse Demenz als Zerstörung des Menschen erscheinen. Wenn er aber auch als empfindendes und soziales Wesen verstanden werde, dann richtet sich der Blick auf noch vorhandene Ressourcen.“
Martina Keller zitiert die Stellungnahme des Deutschen Ethikrats, um die zentrale philosophische Frage der Diskussion zu verdeutlichen: Wird der Mensch auf seinen Intellekt reduziert, erscheint Demenz als Zerstörung der Person. Der Ethikrat argumentiert dagegen, dass auch nichtperfekte Selbstbestimmung oder Reste davon rechtlich schutzwürdig seien.
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