Sein und Zeit
Martin Heidegger
Ohne Martin Heideggers "Sein und Zeit" von 1927 l t sich weder die Philosophie des 20. Jhs. noch die philosophische Gegenwartsdiskussion verstehen. Wie kam es, da sein bahnbrechender, innovativer Zugang zur Welt und zur menschlichen Existenz, sein neues Verst ndnis von Zeit und Geschichte, Sorge und Tod, Allt glichkeit und Verstehen sowie seine grunds tzliche Kritik an traditioneller Ontologie und Bewu tseinsphilosophie bereits die erste Sch lergeneration zu wegweisenden Entw rfen inspirierte? W...
Erwähnungen (2)
„Sein und Zeit ist, finde ich, zumindest für mich damals nicht les- und verstehbar, total hermetisch. Der Jargon der Eigentlichkeit, sagte mal einer, ich glaube Adorno war das über Heidegger, also diese Hermetik, das fand ich irgendwie rätselhaft und faszinierend.“
Lindner erzählt von seinem früheren Interesse an Heidegger und erklärt, warum er ein großformatiges Bild des Philosophen in seiner Wohnung hatte. Er gesteht ein, dass 'Sein und Zeit' für ihn damals unverständlich war, gerade diese Hermetik ihn aber fasziniert habe.
„Und er hat so getan, als hätte er Sein und Zeit, sein Hauptwerk von 1927, als hätte er das in dieser Hütte verfasst. Ja, muss man sich vorstellen, am Ende auch noch im Winter, so Schnee um Toast, Hütte im Schwarzwald, raues Klima, der Naturbursche mit seiner Strick- und Lotenjacke und so weiter sitzt da und grübelt allein vor sich. Stimmt natürlich alles nicht.“
Precht erzählt, wie Heidegger sich als harter Denker in seiner Schwarzwaldhütte inszenierte, obwohl er sein Hauptwerk 'Sein und Zeit' in Wahrheit im komfortablen Gasthof Bühnerhof geschrieben hat. Die Anekdote dient als Beispiel für Heideggers Selbstinszenierung als philosophischer 'Naturbursche'.
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