Poetik (Abhandlung über die Komödie)
Aristoteles
Es gibt kaum einen literaturtheoretischen Text, der über Jahrhunderte hin eine solche Autorität ausgeübt hat wie Aristoteles' kleiner Traktat "Über die Dichtkunst". Die "Poetik" gilt seit der Renaissance als Text, der einen "neuen", der Welt zugewandeten Aristoteles zeigt, der der Dichtung die Aufgabe zugewiesen habe, die empirische Wirklichkeit selbst nachzuahmen. Dem Dichter war dadurch eine rationale Aufgabe gestellt: Er sollte die Ordnung der Welt erkennen und darstellen.
Erwähnungen (1)
„Alle ermordeten Mönche waren in Besitz gekommen eines Buches, das es vielleicht wirklich gegeben hat, aber vielleicht auch nicht. Es handelt sich um die Abhandlung des Aristoteles über die Komödie.“
Im Kontext der Nacherzählung von 'Der Name der Rose' wird das verschollene zweite Buch der Poetik des Aristoteles erwähnt – die Abhandlung über die Komödie, die möglicherweise nie existiert hat oder verloren ging. Im Roman ist dieses Buch der Auslöser aller Morde, weil es das Lachen als höchste Kunst des Menschen lehren könnte.
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Es gibt kaum einen literaturtheoretischen Text, der über Jahrhunderte hin eine solche Autorität ausgeübt hat wie Aristoteles' kleiner Traktat "Über die Dichtkunst". Die "Poetik" gilt seit der Renaissance als Text, der einen "neuen", der Welt zugewandeten Aristoteles zeigt, der der Dichtung die Aufgabe zugewiesen habe, die empirische Wirklichkeit selbst nachzuahmen. Dem Dichter war dadurch eine rationale Aufgabe gestellt: Er sollte die Ordnung der Welt erkennen und darstellen.