Panama Papers
Süddeutsche Zeitung / ICIJ
Die Panama Papers sind ein massiver Leak von über 11,5 Millionen Finanz- und Rechtsdokumenten, der vom International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) enthüllt wurde. Der Leak deckt auf, wie ein globales System von geheimen Offshore-Firmen Kriminelle, Korruptionsakteure und andere illegal handelnde Personen ermöglicht. Die Dokumente stammen von Panamanian Quellen und offenbaren die Mechanismen zur Verschleierung von Vermögen und illegalen Aktivitäten weltweit. Die Veröffentlichung durch das ICIJ Netzwerk stellt einen bedeutenden Dokumentarjournalismus-Coup dar, der die Verflechtung zwischen Finanzindustrie, Rechtsanwälten und Politikern aufzeigt.
Erwähnungen (5)
„Ich habe das ein paar Mal gedacht, spontan, genau wie du, bei den Panama Papers, die ersten Wochen, auch bei Cum-Ex, was wir selber getrieben haben.“
Marc-Uwe Kling fragt, ob die Hosts nach großen Enthüllungen enttäuscht sind, wie wenig sich strukturell ändert. Wegner nennt die Panama Papers als Beispiel, bei dem er zunächst dachte, es passiere zu wenig – räumt aber ein, dass Wirkung oft Jahre brauche und inzwischen durchaus Konsequenzen eingetreten seien.
„Wir haben ja aber dann durch die Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung auch, die ja die Panama Papers damals veröffentlichte, hatte eben sehen können, wer die Besitzer sind und konnten da die entsprechenden Berichte, die Daphne Caruana Galizia dann später veröffentlicht hat, auch überprüfen und eben dann auch bestätigen.“
Fritz Zimmermann erklärt, wie die Zusammenarbeit mit der Süddeutschen Zeitung und deren Panama-Papers-Recherche es ermöglichte, die Offshore-Firmenkonstrukte maltesischer Regierungsmitglieder zu verifizieren. Die Panama Papers lieferten den Beweis, dass der Stabschef und der Energieminister Maltas Briefkastenfirmen in Panama besaßen – Informationen, die Daphne Caruana Galizia später in ihrem Blog veröffentlichte und die eine Regierungskrise auslösten.
„Und erst als wir damals die Panama Papers im Zuge der Panama Papers auf diese Zahlung gestoßen sind, weil sie dummerweise über Panama gelaufen ist. Das war von einer völlig anderen Seite. Leben im Klischee.“
Kistner berichtet, dass im Rahmen der weltweiten Panama-Papers-Enthüllungen auch verdächtige Zahlungen im FIFA-Umfeld entdeckt wurden — konkret ein Vertrag der UEFA mit argentinischen Marketingfirmen, der über Panama abgewickelt wurde. Die Entdeckung kam also zufällig von einer völlig anderen Recherche-Seite.
„Das sind ganz tolle investigative Journalisten, die sich monatelang in irgendwelchen Kellern, wo irgendwelche Server stehen und so weiter, eingraben und dann diese Panama Papers in dem Fall zum Beispiel scannen. Über Monate hinweg.“
Markus Lanz vergleicht die Arbeitsweise von Wikileaks mit der sorgfältigen investigativen Arbeit der Süddeutschen Zeitung bei den Panama Papers. Er betont den Unterschied im Quellenschutz und der redaktionellen Aufbereitung als Argument dafür, warum Assanges Vorgehen nicht als klassischer Journalismus gelten könne.
„Ja, aber alleine, wo der überall drin war, bei den Panama Papers hing er mit drin. Dann hat er irgendwie auch im Fall Block, Eugen Block, kam jetzt irgendwie ein komischer Tipp über sieben Ecken, auch von Werner Maus.“
Jan Böhmermann erwähnt die Panama Papers beiläufig als eines der vielen dubiosen Kapitel in der Biografie des deutschen Privatdetektivs Werner Maus. Die Enthüllungen dienen als Beleg für die Verstrickungen von Maus in internationale Geheimdienstaffären.
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