Opfer
Alice Hasters
Gegen die neue Verachtung von Verletzlichkeit In Talkshows, in Bundestagsdebatten, am Abendbrottisch – überall wird über »Opfer« gesprochen. Doch zunehmend sind damit nicht Menschen gemeint, denen Unrecht widerfahren ist. Sondern solche, die die Harmonie stören, als verweichlicht gelten, andere herunterziehen oder sich über sie stellen wollen. »Opfer« – das ist längst ein Vorwurf geworden. Wenn Menschen nicht so viel jammern würden, heißt es, hätten wir nicht so viele Probleme.
Erwähnungen (1)
„Und ich habe noch einen Buchtipp. Es kommt ein ganz, ganz tolles Buch raus, kann man auch schon vorbestellen, von Alice Hasters zum Thema Opfer. Und die könnte dazu viel, viel, viel tiefer und besser das noch erklären.“
Im Gespräch über den Begriff 'Opfer' und was es bedeutet, als Opfer wahrgenommen zu werden, empfiehlt Tupoka Ogette das kommende Buch von Alice Hasters. Sie sieht es als wichtige Vertiefung der Frage, warum niemand als Opfer gelten will und was gesellschaftlich mit diesem Label verbunden wird.
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