Ökonomisches Kapital, kulturelles Kapital, soziales Kapital
Pierre Bourdieu
In seinem klassischen Text stellt Bourdieu die gesellschaftliche Sozialstruktur als Raum von Positionen dar, die sich aus der Verteilungsstruktur von Kapital ergeben. Ökonomisches, kulturelles und soziales Kapital sind das Ergebnis vorangegangener Arbeit und zum Teil aufeinander übertragbar. Zum einen bedarf es zeitlicher Investition und zum anderen aktiver Bemühung, sei es zum Erwerb von Immobilien, zum Aufbau von beruflichen Netzwerken oder zum Erlernen einer Fremdsprache.
Erwähnungen (1)
„Das hat Pierre Baudieu ja auch geschrieben, dass es nicht nur um Finanzkapital geht, sondern auch um Sozialkapital, um kulturelles Kapital. Das ist ja alles eine Form von Ressource, die es mir erleichtert, mein Leben zu organisieren.“
In einer zweiten Bourdieu-Referenz erläutert Göpel dessen Kapitalformen-Theorie: Sozialkapital (Beziehungen) und kulturelles Kapital können ebenso wertvoll sein wie Geld. Sie nutzt das Konzept, um zu zeigen, dass Lebensqualität nicht allein vom Kontostand abhängt — wer viele Freunde hat, braucht weniger Geld.
Ähnliche Medien
Die feinen Unterschiede (La Distinction)
Pierre Bourdieu
Bourdieu analysiert, wie Menschen sich durch Geschmack und kulturelle Vorlieben voneinander unterscheiden und dadurch Klassenunterschiede ausdrücken. Der Artikel zeigt, dass diese Mechanismen der sozialen Distinktion bis heute relevant sind – nur dass sich die Unterscheidungskriterien verschoben haben: statt ästhetische Vorlieben geht es heute um moralisches Vokabular wie Gendersprache oder inklusive Begriffe als Erkennungszeichen der Gruppenzugehörigkeit.
Über das Fernsehen
Pierre Bourdieu
Über das Fernsehen (dt. 1998) ist ein Buch des französischen Soziologen Pierre Bourdieu, das zuerst 1996 in Frankreich unter dem Titel Sur la télévision erschienen ist. Die kleine Schrift enthält, in essayhafter und mitunter polemischer Form, eine Untersuchung des journalistischen Feldes und entstand aus zwei Vorträgen Bourdieus im Fernsehen Sur la télévision und Le champ journalistique. Diese gehörten zu einer Reihe von Vorlesungen, die Bourdieu am Collège de France gehalten hatte.
La Distinction (Die feinen Unterschiede)
Pierre Bourdieu
Wie vollzieht sich eine symbolische Revolution? Wann hat sie Erfolg? Am Beispiel des Begründers der modernen Malerei, Édouard Manet, geht Pierre Bourdieu diesen Fragen in seinen bahnbrechenden Vorlesungen am Collège de France aus den Jahren 1998 bis 2000 nach. Bourdieu situiert Manets Malerei in der Krise der Kunst Mitte des 19. Jahrhunderts. Manet bricht mit den Regeln der akademischen Malerei und revolutioniert die gesamte ästhetische Ordnung.
Die männliche Herrschaft
Pierre Bourdieu
In dieser soziologischen Studie untersucht Pierre Bourdieu die Strukturen männlicher Dominanz und zeigt, wie patriarchale Logiken von Sexualität bis heute als Herrschaftsakt funktionieren. Bourdieu analysiert, wie gesellschaftliche Machtbeziehungen sich in privaten und intimen Sphären manifestieren und die Geschlechterungleichheit fundamental prägen. Das Werk ist zentral für das Verständnis der tieferliegenden sozialen Mechanismen hinter Geschlechterungleichheit.