Oblomow
Iwan Gontscharow
Iwan Gontscharows Roman "Oblomow" (1859) zählt zu den bedeutendsten Werken der russischen Literatur. Die Geschichte des adeligen Titelhelden, der vor lauter Trägheit und Grübeleien sein Leben ungenutzt verstreichen lässt, ist eine eindringliche Charakterstudie. Oblomow verkörpert die sogenannte "Oblomowerei" – eine Lethargie, die nicht aus Dummheit, sondern aus einer Mischung aus Überforderung und Gewohnheit entsteht.
Erwähnungen (1)
„Ich habe eine mitgebracht, an die ich gedacht habe, und zwar der Oblomov aus dem 19. Jahrhundert, aus einem Roman von Ivan Goncharov, der sozusagen zur Chiffre wurde, der Apathie und der Antriebslosigkeit. Also von jemandem, der nie über die Hubbel herauskam, der letztlich auch, glaube ich, daran gestorben ist in diesem Buch.“
Nina Pauer bringt Gontscharows Roman als literarische Ur-Figur der Faulheit in die Diskussion ein und liest eine längere Passage vor, in der Oblomow ein Buch bestellt, kurz Interesse zeigt und dann doch wieder apathisch an die Decke starrt. Sie nutzt die Figur, um das Konzept 'Oblomowerei' – das Scheitern am eigenen inneren Hubbel – als historisches Gegenstück zur heutigen Antriebslosigkeitsdebatte zu illustrieren.
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