Nachruf auf mich selbst. Die Kultur des Aufhörens
Harald Welzer
Bestseller-Autor Harald Welzer stellt fest, dass unsere Kultur kein Konzept vom Aufhören hat. Deshalb baut sie Autobahnen und Flughäfen für Zukünfte, in denen es keine Autos und Flughäfen mehr geben wird. Und sie versucht, unsere Zukunftsprobleme durch Optimierung zu lösen, obwohl ein optimiertes Falsches immer noch falsch ist. Damit verbaut sie viele Möglichkeiten, das Leben durch Weglassen und Aufhören besser zu machen.
Erwähnungen (2)
„Harald Welzer ist jemand, den ich auch sehr, sehr schätze und der sich viele Gedanken darüber macht und der in einem seiner letzten Bücher, ich glaube auch in Nachruf auf mich selbst, das ist ein total interessantes Buch.“
Lanz erwähnt Welzers Buch, das nach dessen Herzinfarkt entstand und existenzielle Fragen stellt: Warum laufen wir als Gesellschaft in eine Richtung, ohne sie jemals zu hinterfragen? Lanz zitiert daraus die Frage, was der Mann gedacht hat, der auf den Osterinseln den letzten Baum fällte, und überträgt das auf unseren Umgang mit Ressourcen und Mobilität.
„Ich habe ja das letzte Buch hier, die Nachrufe auf mich selbst, ging es ja ums Aufhören. Und Aufhören ist ja etwas, wo du erstmal einen Raum schaffst, um eine Erkenntnis überhaupt zu haben und auch zuzulassen.“
Welzer verknüpft sein früheres Buch über die Kultur des Aufhörens mit seinem Plädoyer für gesellschaftliches Innehalten. Er argumentiert, dass Deutschland einen Moment der Pause brauche, um die Dysfunktionalität seiner Systeme überhaupt erst erkennen zu können – genau die Grundidee seines Buches.
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