Mister Aufziehvogel
Haruki Murakami
Ein unzufriedener Mann von 30 Jahren, gerade ohne Arbeit und von seiner tüchtigen Frau zur Selbsterforschung ermutigt, so einer ist Murakamis Held Toru Okada in diesem schillernden Roman. Wenn er fliegen kann, dann eher wie ein Spielzeugvogel, von wer weiß wem aufgezogen. Vor diesem Mister Aufziehvogel tun sich plötzlich Wirklichkeiten auf, von denen er bisher nichts ahnte. Erotische, ökonomische und politische.
Erwähnungen (2)
„Es erinnert mich an Haruki Murakamis Roman Mr. Aufziehvogel. Ich hoffe, das ist der richtige, aber ich glaube, wo der Protagonist viel Zeit auf dem Grund eines Brunnens verbringt. So fühle ich mich hier und die besten Gedanken hat und dann auch anfängt Visionen zu haben, so würde ich das mal interpretieren.“
Jochen Wegner und Christoph Amend sitzen nach dem offiziellen Gesprächsteil in Ai Weiweis unterirdischem Studio am Pfefferberg in Prenzlauer Berg. Die kühle Kelleratmosphäre erinnert Wegner an den Murakami-Roman, in dem der Protagonist auf dem Grund eines Brunnens sitzt und dort seine besten Gedanken und Visionen hat.
„Dann hat die Welt aber einen doppelten Boden. Und ich schlitter dann so rein, plötzlich reden Tiere oder ein Typ sitzt selbstverständlich am Fuße eines Brunnens jeden Tag und man denkt gar nicht darüber nach, dass es irgendwie seltsam ist, dass der am Fuße eines Brunnens sitzt den ganzen Tag.“
Im Rahmen seiner Liebeserklärung an Murakami beschreibt Wegner die Figur, die selbstverständlich am Grund eines Brunnens sitzt — ein zentrales Motiv aus dem Roman 'Mister Aufziehvogel'. Wegner nutzt das Beispiel, um zu zeigen, wie Murakami das Surreale so natürlich in den Alltag einwebt, dass man es als Leser nicht hinterfragt.
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