Mimesis. Dargestellte Wirklichkeit in der abendländischen Literatur
Erich Auerbach
Mimesis (von altgriechisch μίμησις mímēsis, deutsch ‚Nachahmung‘) bezeichnet ursprünglich das Vermögen, mittels einer Geste eine Wirkung zu erzielen. Als Mimesis bezeichnet man in den Künsten das Prinzip der Nachahmung im Sinne der Poetik des griechischen Philosophen Aristoteles, im Unterschied zur imitatio, der kunstgerechten Nachahmung älterer, meist antiker Vorbilder.
Erwähnungen (1)
„Und trotzdem ist zum Beispiel diese Geschichte das Muster geworden, wo ein Literaturwissenschaftler, der heißt Erich Auerbach, versucht hat, die Kultur, in der wir leben, an zwei Geschichten deutlich zu machen. Er stellt diese Geschichte gegenüber der Geschichte, wo Odysseus von seiner langen Reise nach Hause kommt.“
Johanna Haberer verweist auf Erich Auerbachs berühmten Vergleich zweier Erzählweisen: die dunkle, karge biblische Opferungsszene Abrahams und die ausgeleuchtete, detailreiche Odysseus-Szene bei Homer. Auerbach nutzt diese Gegenüberstellung, um zwei Grundtypen abendländischer Erzählkultur herauszuarbeiten — das im Dunkeln Gelassene versus das vollständig Ausgeleuchtete.
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