Michael Kohlhaas
Heinrich von Kleist
"Michael Kohlhaas has been wronged. First his finest horses were unfairly confiscated and mistreated. And things keep going worse-his servants have been beaten, his wife killed, and the lawsuits he pursues are stymied-but Kohlhaas, determined to find justice at all costs, tirelessly persists. Standing up against the bureaucratic machine of the empire, Kohlhaas becomes an indomitable figure that you can't help rooting for from start to finish.
Erwähnungen (4)
„Es ist eine Kohlhaas-Geschichte. Jemand, der um sein Recht, aber Kohlhaas hatte Recht, bei ihm weiß man es nicht, sozusagen sich selber eigentlich mehr oder weniger zugrunde richtet.“
Ursula März vergleicht den obsessiven Physiker Werner L., der nach einem Beinahe-Unfall monatelang seinen 'Fastmörder' vor Gericht bringen will und dabei seine Ehe und sein perfektes Leben gefährdet, mit der Figur des Michael Kohlhaas. Die Parallele liegt im zerstörerischen Kampf um vermeintliches Recht, wobei März einschränkt, dass Kohlhaas im Gegensatz zu Werner L. tatsächlich im Recht war.
„Ein Michael Kohlhaas in der Polizei.“
Sabine Rückert vergleicht den Ermittler Mario Melzer, der verzweifelt gegen institutionelle Mauern ankämpft, mit der literarischen Figur Michael Kohlhaas aus Heinrich von Kleists gleichnamiger Novelle – einem Mann, der aus Gerechtigkeitssinn zum Rebellen wird. Der Vergleich verdeutlicht Melzers obsessiven Kampf gegen Behördenversagen im NSU-Komplex.
„Weil er Propagandatexte in dieser Zeit geschrieben hat, die deutlich schlechter sind als sein wirklich brillantes und großes Werk. Mit Erzählungen oder den zerbrochenen Krug oder was wir alles kennen, Michael Kohlhaas.“
Neben 'Der zerbrochne Krug' wird auch 'Michael Kohlhaas' als Beispiel für Kleists großes literarisches Werk angeführt, das sich qualitativ deutlich von seinen politischen Propagandatexten unterscheide.
„Ungerechtigkeit ist etwas, was die Leute extrem anfasst. Davon leben auch viele Literatur und Kohlhaas. Da kannst du hingreifen, wo du willst.“
Die Sprecherin (vermutlich Sabine Rückert) erklärt, warum Tausende Menschen zu True-Crime-Veranstaltungen kommen: Das Thema Ungerechtigkeit berühre den Kern der menschlichen Natur. Als literarisches Beispiel nennt sie Kleists 'Michael Kohlhaas' – die Geschichte eines Mannes, der durch Willkür in den Ruin getrieben wird und zum Selbstjustizler wird, ein Klassiker über das Gefühl erlittener Ungerechtigkeit.
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