Menschliches, Allzumenschliches
Friedrich Nietzsche
"– eine Zeit lang erwog ich die verschiedenen Beschäftigungen, denen sich die Menschen in diesem Leben überlassen und machte den Versuch, die beste von ihnen auszuwählen. Aber es thut nicht noth, hier zu erzählen, auf was für Gedanken ich dabei kam: genug, dass für meinen Theil mir Nichts besser erschien, als wenn ich streng bei meinem Vorhaben verbliebe, das heisst: wenn ich die ganze Frist des Lebens darauf verwendete, meine Vernunft auszubilden und den Spuren der Wahrheit in der Art und Weise...
Erwähnungen (2)
„Und die Kirchendiener, die mit dem Irren jetzt ringen, um ihn zu überwältigen, müssen, wenn sie ehrliche Christen sind, auch mit ihrer menschlichen, allzu menschlichen Neigung ringen, ihm letztlich beizupflichten.“
Sabine Rückert liest aus Jack Miles' Jesusbuch vor, in dem dieser Nietzsches Kritik an der Bergpredigt kommentiert. Miles verwendet dabei die Wendung 'menschlich, allzu menschlich' als literarische Anspielung auf Nietzsches gleichnamiges Werk, um die innere Zerrissenheit gläubiger Christen gegenüber Nietzsches Einwänden zu beschreiben.
„Obwohl doch die Wahrheit zu zweit beginnt, wie wir seit Nietzsche wissen. Und das ist die große Chance des Redens und des Dialogs, dass das, was du richtigerweise im Auge hast und das, was ich richtigerweise im Auge habe, wenn wir das zusammen im Auge haben, dass wir dann klüger sind.“
Schulz von Thun spricht über den Wert des echten Dialogs im Gegensatz zum bloßen Senden. Er zitiert Nietzsches Aphorismus, dass die Wahrheit zu zweit beginne, als Argument für die Bedeutung des gegenseitigen Austauschs.
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