Massenpsychologie und Ich-Analyse
Sigmund Freud
Der Gegensatz von Individual- und Sozial- oder Massenpsychologie, der uns auf den ersten Blick als sehr bedeutsam erscheinen mag, verliert bei eingehender Betrachtung sehr viel von seiner Schärfe. Die Individualpsychologie ist zwar auf den einzelnen Menschen eingestellt und verfolgt, auf welchen Wegen derselbe die Befriedigung seiner Triebregungen zu erreichen sucht, allein sie kommt dabei nur selten, unter bestimmten Ausnahmsbedingungen, in die Lage, von den Beziehungen dieses Einzelnen zu ande...
Erwähnungen (2)
„Bereits 1895 hatte Gustave Le Bon, auch so ein Universalgelehrter, ein Buch über die Psychologie der Massen geschrieben. Und danach hat Sigmund Freud was darüber geschrieben.“
Precht spricht über die intellektuelle Beschäftigung mit dem Phänomen der Masse in den 1920er Jahren. Er reiht Freuds Schrift in eine Tradition ein neben Le Bon und Ortega y Gasset, um Spenglers Verachtung der Massenpartei NSDAP zu erklären.
„Sigmund Freud, ja, hat über den Massenmenschen geschrieben und Elias Canetti.“
Precht erwähnt Freuds Arbeit über den Massenmenschen als Teil einer Aufzählung bedeutender Denker, die sich mit dem Phänomen der Masse auseinandergesetzt haben. Der konkrete Titel wird nicht genannt, gemeint ist wahrscheinlich Freuds Schrift zur Massenpsychologie.
Ähnliche Medien
Jenseits des Lustprinzips
Sigmund Freud
In der psychoanalytischen Theorie nehmen wir unbedenklich an, dass der Ablauf der seelischen Vorgänge automatisch durch das Lustprinzip reguliert wird, das heißt, wir glauben, dass er jedes Mal durch eine unlustvolle Spannung angeregt wird und dann eine solche Richtung einschlägt, dass sein Endergebnis mit einer Herabsetzung dieser Spannung, also mit einer Vermeidung von Unlust oder Erzeugung von Lust zusammenfällt.
Wiederholungszwang-Konzept (Jenseits des Lustprinzips)
Sigmund Freud
In der psychoanalytischen Theorie nehmen wir unbedenklich an, dass der Ablauf der seelischen Vorgänge automatisch durch das Lustprinzip reguliert wird, das heißt, wir glauben, dass er jedes Mal durch eine unlustvolle Spannung angeregt wird und dann eine solche Richtung einschlägt, dass sein Endergebnis mit einer Herabsetzung dieser Spannung, also mit einer Vermeidung von Unlust oder Erzeugung von Lust zusammenfällt.
Das Unbehagen in der Kultur
Sigmund Freud
Eine umfassende kulturtheoretische Abhandlung Freuds: In diesem Werk von 1930 untersucht Sigmund Freud die Entwicklung unserer Kultur. Er sieht eine unvermeidliche Verbindung zwischen dem Anwachsen der Kultur und dem Anwachsen eines Schuldgefühls. Er kritisiert, dass Triebregungen im Rahmen von Kultur eingeschränkt und unterdrückt werden und dies eine innere Destruktivität auslöst.
Totem und Tabu
Sigmund Freud
'Totem und Tabu' erschien im Jahre 1913. Sigmund Freud versah den Titel mit dem Untertitel 'Einige Übereinstimmungen im Seelenleben der Wilden und der Neurotiker'. Zunächst erschienen die einzelnen vier Aufsätze, aus den das Buch besteht, in den Jahren 1912 und 1913 in der Zeitschrift 'Imago'.