Legitimation durch Verfahren
Niklas Luhmann
Legitimation durch Verfahren ist ein Werk von Niklas Luhmann zur Systemtheorie des Rechts, das erstmals 1969 erschien.
Erwähnungen (2)
„Ich glaube, Niklas Luhmann, Legitimation durch Verfahren ist ein wichtiger Rechtsgrundsatz. Und eine Demokratie mit 80 Millionen Menschen kann ja auch anders nicht funktionieren, als dass du Verfahrensgrundsätze hast, die müssen erfüllt sein.“
Im Gespräch über den Stuttgart-21-Konflikt und die Frage, wie demokratische Entscheidungsprozesse legitimiert werden, verweist der Sprecher auf Luhmanns rechtssoziologisches Standardwerk. Er nutzt Luhmanns These, dass Verfahren selbst Legitimation erzeugen, um zu erklären, warum formale Prozesse in einer Massendemokratie unverzichtbar sind – auch wenn die Bürger sich inhaltlich übergangen fühlen.
„Also der große Soziologe Niklas Luhmann, einer der größten Denker des 20. Jahrhunderts, hat seine Doktorarbeit geschrieben mit dem Titel Legitimation durch Verfahren. Das heißt, etwas wird dadurch legal, dass man einen bestimmten Verfahrensweg ordnungsgemäß beschritten hat. Und er hat gezeigt, dass das eine gewaltige Errungenschaft moderner Gesellschaften ist.“
Precht zitiert Luhmanns Dissertationsschrift als theoretische Grundlage für seine Verteidigung der Bürokratie. Die zentrale These – dass Legitimität durch ordnungsgemäße Verfahren entsteht – nutzt Precht als Argument gegen den radikalen Bürokratieabbau à la DOGE, der diese zivilisatorische Errungenschaft gefährde.
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