Laudatio zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (für Karl Jaspers)
Hannah Arendt
Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ist eine internationale Auszeichnung, die der Börsenverein des Deutschen Buchhandels einmal im Jahr an eine Persönlichkeit vergibt, „die in hervorragendem Maße vornehmlich durch ihre Tätigkeit auf den Gebieten der Literatur, Wissenschaft und Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen hat.“ Die Verleihung des mit 25.000 Euro dotierten Friedenspreises findet jährlich anlässlich der Frankfurter Buchmesse in der Paulskirche in Frankfurt am ...
Erwähnungen (1)
„Hannah Arendt hat die Laudatio für den Friedenspreis für... 1959, das weiß ich jetzt leider nicht auswendig. War das der Johannes Jonas? Könnte sein. Also Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.“
Daniel Cohn-Bendit erzählt von seiner ersten Begegnung mit Hannah Arendt 1959 in Frankfurt. Arendt war dort, um die Laudatio beim Friedenspreis des Deutschen Buchhandels zu halten. Bei dieser Gelegenheit besuchte sie auch seine Mutter, da sein Vater gerade gestorben war.
Ähnliche Medien
Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft
Hannah Arendt
Das Buch, das Hannah Arendt weltberühmt machte Unter dem Eindruck des Holocaust, der nationalsozialistischen Vernichtung des europäischen Judentums, hat Hannah Arendt mit »Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft« – zuerst 1951 in New York erschienen, in deutscher Übersetzung 1955 – zugleich eine Geschichte und eine Theorie des Totalitarismus geschrieben.
Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen
Hannah Arendt
Hannah Arendts klassisches Werk untersucht den Nazi-Kriegsverbrecher Adolf Eichmann und prägt dabei das Konzept der "Banalität des Bösen" – die Idee, dass Grausamkeit nicht aus Böswilligkeit, sondern aus pflichtbewusster Bürokratie entsteht. Das Buch zeigt, wie Eichmann als Verwaltungsbeamter funktionierte und das moralische Grauen seiner Handlungen verdrängte. Arendts Analyse ist fundamental für das Verständnis von Enthumanisierung und institutionalisierter Verbrechen im 20. Jahrhundert.
Vita activa oder Vom tätigen Leben
Hannah Arendt
WAS TUN, WENN WIR TÄTIG SIND? » Vita activa« im ursprüngliche Sinne meint Arbeiten, Herstellen und Handeln. Hannah Arendts umfassende Analyse gilt vor allem diesen drei Grundtätigkeiten. Sie untersucht darüber hinaus, wie sie sich im Laufe der Geschichte bis in die Neuzeit hinein zu verhalten haben. Hannah Arendts Auseinandersetzung mit dem Fetisch Arbeit und Konsum in der modernen Arbeitsgesellschaft im Zusammenhang mit dem Niedergang einer Kultur der politischen Öffentlichkeit bildet den Kern ...
Amor Mundi
Hannah Arendt
Hannah Arendts 1929 als Dissertation veröffentlichte Schrift greift bereits grundlegende Figuren ihres Denkens auf: den Weltbegriff, das Dasein, die vita socialis, Verantwortung. Anhand des intersubjektiven Themas par excellence »Liebe« erörtert Arendt mit und gegen Augustinus die vielfältige »Doppeltheit« des Menschen zwischen Isolation und Gemeinschaft, Noch-nicht und Nicht-mehr, Gewohnheit und Bewusstsein.