Kolumne/Artikel zur deutschen Fiskalpolitik
Paul Krugman
Paul Krugman kritisiert in diesem Meinungsartikel von 2008 die deutsche Wirtschaftspolitik während der Finanzkrise. Er argumentiert, dass expansive Fiskalpolitik zur Krisenbewältigung dringend erforderlich ist, Deutschland aber eine passive Haltung einnimmt. Krugman weist auf Spillover-Effekte hin: Fiskale Expansion eines EU-Landes wie Frankreich kommt auch wirtschaftlich anderen Ländern wie Deutschland zugute. Deshalb sei eine koordinierte europäische Wirtschaftspolitik notwendig, an der sich Deutschland jedoch nicht beteiligt – ein erhebliches Problem für die EU insgesamt.
Erwähnungen (1)
„Es gibt nun diese Tage eine Debatte, unter anderem Paul Krugman, der Nobelpreisträger und New York Times-Kolumnist, fordert die Deutschen auf, mehr Geld auszugeben, wieder höhere Schulden zu machen und diese Obsession gegen die Schulden aufzugeben.“
Roman Pletter leitet eine Frage zur Schuldenpolitik ein, indem er auf eine aktuelle Debatte verweist, in der Paul Krugman als Nobelpreisträger und New-York-Times-Kolumnist Deutschland auffordert, die Schwarze Null aufzugeben und mehr Staatsausgaben zu tätigen. Die Autorität Krugmans dient als Gewicht für die Frage, ob Deutschland seine Haushaltsdisziplin lockern sollte.
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Artikel über den US-Industrieboom
Paul Krugman
Paul Krugman argumentiert, dass Bidens Industriepolitik einen Produktionsboom ausgeloest hat, den Trumps Zollpolitik und Steuersenkungen nie erreichten. Zwei Gesetze treiben den Boom: der Inflation Reduction Act (Subventionen fuer gruene Energie) und der CHIPS Act (heimische Halbleiterproduktion). Waehrend Trumps Steuerreform 2017 und Handelskrieg keinen sichtbaren Effekt auf die Produktion hatten, hat sich unter Biden die Bauinvestition in Fabriken innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Krugman raeumt ein, dass die USA eine Dienstleistungsgesellschaft bleiben und das Beschaeftigungsniveau der 1970er nicht zurueckkehrt, sieht den Boom aber als wirtschaftlich gerechtfertigt — er stuetzt strukturschwache Regionen, Arbeiter ohne Hochschulabschluss und den Klimaschutz.
Titanic
Titanic, British luxury passenger liner that sank on April 14–15, 1912, during its maiden voyage, en route to New York City from Southampton, England, killing about 1,500 people. One of the most famous tragedies in modern history, it inspired numerous works of art and has been the subject of much scholarship.
Der Stürmer
Julius Streicher
Julius Streicher war ein prominenter Nazi-Propagandist und Herausgeber der Hetzschrift "Der Stürmer", die sich durch extreme antisemitische Hetze auszeichnete. Als einer der Angeklagten bei den Nürnberger Prozessen nach dem Zweiten Weltkrieg stand Streicher vor Gericht, da er durch die ideologische Propaganda seines Blattes wesentlich zur Verbreitung des Antisemitismus im Dritten Reich beitrug. Der Artikel dokumentiert anhand der Stadtarchive in der Metropolregion Nürnberg die Geschichte dieser Figur und ihre Bedeutung für die Aufarbeitung der NS-Zeit.
Panama Papers
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