Jüdische Altertümer (Antiquitates Judaicae)
Flavius Josephus
Flavius Josephus (altgriechisch Φλαύιος Ἰώσηπος Flavios Iṓsēpos; geboren 37/38 n. Chr. in Jerusalem; gestorben um 100 vermutlich in Rom) war ein jüdisch-hellenistischer Historiker. Als junger Priester aus der Jerusalemer Oberschicht hatte Josephus eine aktive Rolle im Jüdischen Krieg: Er verteidigte Galiläa im Frühjahr 67 gegen die römische Armee unter Vespasian. In Jotapata geriet er in römische Gefangenschaft. Er prophezeite dem Feldherrn Vespasian dessen künftiges Kaisertum.
Erwähnungen (6)
„Die Erwähnung des jüdischen Geschichtsschreibers Flavius Josephus, der in diesem Zusammenhang den Babylonier Berossos zitiert mit folgenden Worten: Als nun Sanherib von dem Zuge gegen Ägypten nach Jerusalem zurückkehrte, fand er, dass die unter Rapsakes zurückgelassenen Truppen schwer an der Pest litten.“
Sabine Rückert zitiert Flavius Josephus, der seinerseits den babylonischen Priester Berossos zitiert. Josephus liefert eine rationalere Erklärung für Sanheribs Abzug: Eine Pest habe die assyrischen Truppen dezimiert. Johanna Haberer bestätigt, dass Josephus als Quelle für diese Pesttheorie bekannt ist.
„Und das einzige richtige Quellendokument, was wir haben, das ist 90 Jahre nach Christi Geburt, also 60 Jahre nach dem mutmaßlichen Tod von Jesus verfasst worden. Und das sind die jüdischen Altertümer von Flavius Josephus.“
Precht nennt die 'Jüdischen Altertümer' als das einzige verlässliche historische Quellendokument über Jesus von Nazareth. Er erklärt, dass Josephus Jesus als weisen Menschen beschrieb, dem viele folgten, betont aber auch, dass Christen den Text nachträglich manipuliert haben dürften, etwa um den Satz 'Er war der Christus' einzufügen.
„Während zum Beispiel jetzt dieser in der hellenistischen Zeit lebende Jude Josephus, der hat ja unter den Römern gelebt, den hatten wir schon öfters, der beschreibt jetzt eine Heilung aus seiner Umwelt.“
Johanna Haberer zitiert den antiken jüdischen Historiker Josephus, um den Kontrast zwischen Jesus' Dämonenaustreibung und den üblichen Heilpraktiken der hellenistischen Zeit zu verdeutlichen. Bei Josephus wird eine aufwendige Heilung mit Ring, Wurzeln und Beschwörungsformeln Salomons beschrieben — ganz anders als Jesus, der nur ein Wort braucht.
„Josephus Flavius schreibt über ihn, dass er gesagt haben soll, im Angesicht seines Todes, ich weiß, dass mein Tod ein Freudenfest für die Juden sein wird. Ich habe aber die Macht, eine prächtige Totenfeier zu erhalten.“
Sabine Rückert zitiert aus den Schriften des Josephus Flavius, um den Charakter des sterbenden Herodes des Großen zu illustrieren. Das Zitat zeigt Herodes' Grausamkeit: Er ließ jüdische Elite-Männer verhaften, damit bei seinem Tod Trauer im Land herrsche – wenn schon nicht über ihn, dann über die Getöteten.
„Wir wissen es tatsächlich, wir wissen es, der Josephus hat im Jahr, also ein Geschichtsschreiber, ein römischer Geschichtsschreiber. Ja, Slavius Josephus, einer der wenigen, die Jesus überhaupt erwähnt haben. Genau, 93 nach Christus diesen Tod erwähnt, auch unter dem Pilatus.“
Johanna Haberer und Sabine Rückert verweisen auf Flavius Josephus als historische Quelle für die Existenz Jesu. Die Erwähnung des Todes Jesu bei Josephus (ca. 93 n. Chr.) wird als Beleg dafür angeführt, dass die Kreuzigung unter Pilatus ein historisches Faktum ist.
„Josephus ist ein jüdischer Geschichtsschreiber. Er ist ein Jude gewesen, der die römische Geschichte aufgeschrieben hat und der mit dem Titus dann übrigens den Untergang Jerusalems geschildert hat. Der beschreibt eben die jüdische Geschichte und das Wirken Roms in heutigen Israel.“
Sabine Rückert liest eine ausführliche Passage aus Josephus' Geschichtswerk vor, die den Tod des Herodes Agrippa in Caesarea schildert – mit dem silbernen Gewand, den Schmeichlern, dem Uhu als Unheilszeichen und dem qualvollen Sterben. Die Schwestern vergleichen diese Darstellung mit dem Parallelbericht in der Apostelgeschichte und diskutieren, ob beide Quellen voneinander abhängen oder unabhängig dieselbe Sensation dokumentieren.
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