Juden und Worte
Amos Oz
Juden und Worte bilden von jeher eine enge Verbindung. Amos Oz und seine Tochter Fania Oz-Salzberger, die als Historikerin lehrt, erkunden jüdische Wortwelten, Wörter, ihre alten wie neuen Bedeutungen, Auslegungen und Wandlungen, die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets. Kontinuität im Judentum war immer ans mündlich geäußerte und geschriebene Wort geknüpft, an ein ausuferndes Geflecht von Interpretationen, Debatten, Streitigkeiten.
Erwähnungen (2)
„Es ist sehr schön, wie der Amos Oz, der hat ein Buch geschrieben über Juden und Worte. Und da werde ich heute auch noch einiges davon erzählen, aber diese Stelle ist für ihn besonders wichtig, weil er sagt, bei uns Juden ist das Wort Religion erst sehr spät aufgekommen.“
Johanna Haberer zitiert Amos Oz' Buch im Zusammenhang mit der biblischen Erbrechts-Stelle der Töchter Zelophchads. Oz betont darin, dass im Judentum nicht der Glaube, sondern Recht und Gesetze zentral seien – und dass diese Bibelstelle eine Art Verfassungsänderung zugunsten der Frauen darstelle. Haberer kündigt an, im weiteren Verlauf noch mehr aus dem Buch zu erzählen.
„Auch dieses Buch von Amos Oz und seiner Tochter, diesem großen israelischen Schriftsteller, der sagt, wir sind Juden, wir sind säkular. Ob wir was glauben oder nicht, spielt gar keine Rolle. Aber wir leben in diesen Visionen. Und die sind für uns selbstverständlich, die unsere Texte uns überliefert haben.“
Johanna Haberer zieht das gemeinsam mit Amos Oz' Tochter Fania Oz-Salzberger verfasste Buch heran, um zu erklären, wie säkulare Juden trotz Nicht-Gläubigkeit in biblischen Visionen leben. Dies verbindet sie mit Ruppins pragmatischem Idealismus – er hatte eine Vision vom jüdischen Staat, ohne zwingend religiös motiviert zu sein.
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