Jews and Words
Amos Oz
Amos Oz und seine Tochter Fania Oz-Salzberger erforschen die zentrale Rolle von Wort, Schrift und Debatte in der jüdischen Tradition. Das Buch zeigt, wie das Judentum seit Jahrtausenden auf kritischem Hinterfragen und intensivem Austausch über religiöse Texte basiert – nicht auf unhinterfragtem Gehorsam. Es ist eine intellektuelle Auseinandersetzung mit der Frage, was Judentum als kulturelle und geistige Haltung ausmacht.
Erwähnungen (1)
„Und dann schreibt Amos Os und seine Tochter dazu, die Juden erwählten Gott und übernahmen sein Gesetz. Oder sie dachten ihn sich aus und erließen dann das Gesetz. Was zuerst kam, wissen wir nicht. Äonen aber vergingen und sie sind immer noch dabei. Es geht ihnen um Urteilsvermögen, nicht Ehrfurcht. Und nichts bleibt unumstritten.“
Johanna Haberer zitiert aus dem gemeinsamen Buch von Amos Oz und seiner Tochter Fania Oz-Salzberger, um den jüdischen Umgang mit Worten und Texten zu illustrieren. Das Zitat verdeutlicht die Kernidee, dass im Judentum das Fragen und Streiten über das Gesetz wichtiger ist als bloße Ehrfurcht – eine Haltung, die sich im Deuteronomium bereits zeigt.
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