Jesaja-Rolle (Qumran)
Die Schreibweise und typografische Gestaltung der ältesten bekannten Jesajarolle aus Qumran (1QIsa) von um 100 v.Chr. verrät viel über das theologische Verständnis ihrer Schreiber. Durch Absätze und Randzeichen teilten sie den Text intentional auf, um Lesern eine spezifische Rezeptionsweise des Prophetenbuches vorzugeben. Eine detaillierte Analyse der 54 Kolumnen zeigt, wie spätisraelitische Schreiber das Jesajabuch interpretierten und welche Bedeutung die Textgestaltung für die Bewahrung religiöser Traditionen besaß. Die formale Schreibweise fungierte somit als indirekte theologische Anleitung zur Vermittlung von Gotteserkenntnis.
Erwähnungen (1)
„Übrigens gibt es eine Jesaja-Rolle, die wir bis heute in Jerusalem besichtigen können. Die wurde bei diesem großen Fund der Essener. Der Kumran-Rollen, da war sie dabei.“
Die älteste erhaltene Handschrift des Buches Jesaja, gefunden bei den Qumran-Rollen, wird als besichtigbares Artefakt in Jerusalem erwähnt
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