Jenseits von Angebot und Nachfrage
Wilhelm Röpke
Wilhelm Röpke (1899 - 1966) gehört zu den herausragenden liberalen Ökonomen des 20. Jahrhunderts. Weniger, weil er bahnbrechende Theorien entwickelt hätte, sondern weil er das Paradebeispiel des engagierten und couragierten Sozialwissenschaftlers darstellt. Während dreier Jahrzehnte spielte er eine entscheidende Rolle in seiner Wahlheimat, der Schweiz - die er in vielerlei Hinsicht als das ideale Land ansah - sowie im Nachkriegsdeutschland bei der Verteidigung der freien Marktwirtschaft, die in ...
Erwähnungen (1)
„Und einer dieser Väter, Wilhelm Röpke, der wandelte sich noch zu Lebzeiten Ende der 50er Jahre in einen Pessimisten. Und zwar, diese Generation hatte vor folgendem Angst. Der hat ein Buch geschrieben, das heißt Jenseits von Angebot und Nachfrage.“
Precht zeichnet die ideengeschichtliche Linie der Wachstumskritik nach und nennt Röpkes Werk als frühes Beispiel dafür, dass selbst die Architekten der sozialen Marktwirtschaft befürchteten, reiner Materialismus könne den sozialen Zusammenhalt zerstören. Das Buch wird als Warnung vor den ethischen Kosten einer reinen Wachstumsgesellschaft eingeführt.
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