James Bond
Ian Fleming
Auf der Jagd nach einer Liste von Undercoveragenten, die mit diesem Dokument enttarnt und in den sicheren Tod geschickt werden könnten, stürzt James Bond, von einer Kugel getroffen, in eine tiefe Schlucht. Von Freund und Feind für tot gehalten, hält sich 007 versteckt, bis ihn ein Bombenanschlag auf seinen Geheimdienst zum Handeln zwingt.
Erwähnungen (14)
„Diese Freude daran, Scheiben zersplittern zu sehen, Autos aus dem Fahrweg schleudern zu sehen, das kennen wir ja auch, wenn wir Actionfilme angucken. Die Actionfilme der Hollywood-Industrie richtet sich ja genau an dieses Vergnügen, wenn wir sehen, wie ganze Erdteile zerstört werden bei Science-Fiction-Filmen oder bei großen Autoverfolgungsjagden, James Bond.“
Sabine Rückert erklärt die psychologische Motivation des Brückenwerfers und vergleicht dessen Lust an der Zerstörung mit der Faszination, die Zuschauer bei Action- und Science-Fiction-Filmen empfinden. James Bond dient als konkretes Beispiel für spektakuläre Autoverfolgungsjagden, an denen sich das Publikum erfreut.
„Ich frage mich immer, ob man das so gut nicht an James-Bond-Bösewichten ablesen kann, dass damals die Bösewichte hatten immer, waren so diese osteuropäischen, kahlköpfigen Schränke und in meiner Jugend hatten sie auf einmal Bärte und sahen arabisch aus.“
Eva Schulz reflektiert darüber, wie der 11. September ihre politische Wahrnehmung geprägt hat. Sie nutzt die James-Bond-Filmreihe als kulturellen Seismographen: Die Wandlung der Bösewichte von osteuropäischen Schränken zu arabisch aussehenden Figuren spiegle den geopolitischen Fokuswechsel vom Kalten Krieg zum Islamismus wider.
„Naja, eine klassische, wetten das, James Bond Sozialisierung hinter mir und dann dieser ganze 90er-Kram mit den Talkshows und dann ein bisschen Germany's Next Topmodel, alles mitgemacht.“
Nina Pauer erwähnt die James-Bond-Filmreihe als Teil ihrer medialen Sozialisation neben Wetten, dass..? und Germany's Next Topmodel. Sie beschreibt damit den Weg vom klassischen Fernsehen und Kino hin zu Streaming – und zurück, ausgelöst durch Die Höhle der Löwen.
„Sherlock Holmes oder James Bond? James Bond.“
In einer Schnellfragerunde wählt Scholz James Bond gegenüber Sherlock Holmes als persönliche Präferenz.
„Also so eine Art James Bond, oder?“
Als Martin Nejezchleba die Spezialausbildung von Philipp S. zum Breacher beschreibt – also zum Spezialisten, der seinen Kollegen den Weg freisprengt – zieht Sabine Rückert den Vergleich zu James Bond. Die Referenz dient als kulturelles Kürzel für die außergewöhnlichen militärischen Fähigkeiten des Angeklagten.
„Klar, hatte man davon dann eben auch noch die Kindheitserinnerung an die ganzen James-Bond-Abende vorm Fernseher. Irgendwie ist das natürlich genial, aber mich nervt das dann immer, dass es irgendwie dann doch, also beim Kapitalismus würde ich dann denken, da reicht doch vielleicht irgendwie so ein…“
Die Sprecherin vergleicht die Darstellung der reichen, maskierten Zuschauer in Squid Game mit der James-Bond-Ästhetik klassischer Bösewichte – fetter Goldring, Maske, mysteriöser Auftritt. Sie findet die Anleihe zwar nostalgisch reizvoll (Kindheitserinnerungen an James-Bond-Abende), aber auch etwas zu plakativ in der Kapitalismuskritik.
„Ja, aber Glasscheiben machen die auch kaputt und James Bond auch.“
Im Gespräch über die Brutalität des Einbruchs vergleicht Sabine Rückert die Vorgehensweise der Täter mit Action-Filmfiguren wie James Bond, um zu zeigen, dass auch elegante Filmhelden Gewalt anwenden.
„James Bond wird da zum Beispiel genannt, das reicht nicht, jeder muss jetzt einfach eine traumatische Vorgeschichte haben.“
Pauer erwähnt die James-Bond-Filmreihe als weiteres Beispiel für den Trauma-Plot-Trend. Selbst eine klassische Action-Figur wie Bond dürfe heute keine Freude mehr am Schießen haben, sondern müsse von inneren Dämonen geplagt sein – ein Zeichen dafür, wie allgegenwärtig die traumatische Hintergrundgeschichte als Erzählkonvention geworden ist.
„Soll jetzt auch Pippi Langstrumpf bald schwarz sein oder was? Und soll jetzt James Bond bald weiblich sein? Also so Zeug.“
Nina Pauer zitiert typische Gegenargumente aus der Diversitäts-Debatte um die neue Ariel-Besetzung, in denen die James-Bond-Filmreihe als weiteres Beispiel für angeblich drohende Umbesetzungen angeführt wird.
„Das ist aber James Bond die ganze Zeit. Das ist doch nicht impossible.“
Jochen Wegner vergleicht Matthias Maurers Survival-Training in China – aus einer Kapsel ins Meer springen, Helikopter-Rettung, Hai-Abwehr-Pulver – scherzhaft mit einem James-Bond-Film. Maurer stimmt dem Vergleich amüsiert zu.
„Im James-Bond-Film ist das super. Und dann wirst du halt irgendwann mal so. Man würde halt wünschen, dass der in so einem richtig schönen Film mitspielt. Und ja, den tollsten James Bond. Mit dem größten Tisch.“
Matze und Meese sprechen über die Einsamkeit mächtiger Menschen wie Putin. Meese kontert, dass ein einsamer Machthaber an einem riesigen Tisch im James-Bond-Film als Bösewicht großartig funktioniert — im echten Leben aber nur traurig sei. Er wünscht sich augenzwinkernd, solche Machtmenschen lieber in Filmen zu sehen als in der Realität.
„Am Ende wollte ich eigentlich, dass es sich nach großem, bisschen übertriebenem, bisschen schlecht gemachtem US-Kino anfühlt, weil ich das Gefühl hatte, das ist vielleicht am ehesten das, wie Ralf sich auch sieht, als großer James Bond.“
Daniel Müller erklärt die ästhetischen Entscheidungen für die Inszenierung der Figur Ralf im Film. Statt einer Nollywood-Ästhetik wählte er bewusst die Bildsprache übertriebenen US-Kinos, weil der betrogene Ralf sich selbst als heldenhafte James-Bond-Figur in seiner eigenen Geschichte sieht – komplett mit Trenchcoat, Sonnenbrille und Oldtimer.
„Das ist ja so, als würde man so einen James-Bond-Film gucken und denken, das ist ja jetzt nun wirklich dann so. Also denkt man jetzt sowieso, wenn man Politik beobachtet, das ist ja wirklich alles so.“
Matze Hielscher ist fassungslos über die diplomatischen Machtspiele, die Baerbock beschreibt – absichtlich schlechte Telefonleitungen, Wodka-Angebote, falsche Ländernamen. Er vergleicht diese realen politischen Einschüchterungstaktiken mit einem James-Bond-Film und drückt damit aus, wie surreal diese Welt für Außenstehende wirkt.
„Bei James Bond ist es was anderes. Ja, weil da fängt der Sexismus immer wieder bei Null an. Hast du die alle gesehen? Alle James Bond gesehen. Ja, ich auch.“
Jan Böhmermann und Olli Schulz diskutieren ausführlich die James-Bond-Filmreihe als Ausnahme unter den Franchises – weil jeder Film mit neuem Bond bei Null anfängt. Beide haben alle Filme gesehen und tauschen sich über ihre Lieblings-Bonds aus, von Sean Connery über Roger Moore bis Daniel Craig.
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