Ithaka
Botho Strauß
Botho Strauß' Theaterstück Ithaka behandelt die legendäre Rückkehr des Odysseus auf seine Heimatinsel und die darauf folgende Tötung der Freier. Das Werk illustriert René Girards Theorie des Sündenbock-Mechanismus, wonach Ordnung und soziale Stabilität durch rituelle Gewalt gegen einen Außenseiter hergestellt werden. Die Uraufführung an den Münchner Kammerspielen mit Jens Harzer zeigte Straußens tiefe Auseinandersetzung mit diesem anthropologischen Konzept in der deutschen Theaterszene der 1990er Jahre.
Erwähnungen (1)
„Vielleicht erinnert sich der ein oder andere an das tolle Schauspiel Itaka, das von der Rückkehr des Odysseus erzählt, der nach zehn Jahren Krieg vor Troja und zehn Jahren Irrfahrt endlich wieder auf seiner Heimatinsel Itaka ankommt.“
Mangold erwähnt das Theaterstück als Beispiel dafür, wie Girards Theorie des Sündenbock-Mechanismus in der deutschen Literatur und Theaterszene der 90er Jahre rezipiert wurde. Er beschreibt die Handlung – Odysseus' Rückkehr und das Hinschlachten der Freier – als Illustration der Frage, wie Ordnung durch Gewalt begründet wird. Die Uraufführung war an den Münchner Kammerspielen mit Jens Harzer.
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