Isenheimer Altar
Matthias Grünewald
Der Isenheimer Altar von Matthias Grünewald (1512-1516) zeigt eine drastische Darstellung des sterbenden Christus und wird als kulturelles Gegenbild zu einer modernen, schmerzfreien Gesellschaft diskutiert. Die intensive Leidenssymbolik des Altars wirkt erhellend in einer Zeit, die jeden Schmerz eliminieren möchte und dadurch möglicherweise an Intensität und Tiefe verliert. Das Werk hinterfragt, welchen Preis die Abschaffung von Leiden hat.
Erwähnungen (2)
„Wir haben interessanterweise neulich einen Text im Föton gehabt von dem Kollegen Jörg Scheller. Es ging um eine alte christliche Darstellung von Jesus Tod am Kreuz. Du weißt, glaube ich, noch welches es war. Ich glaube, den Isenheimer Alter von Höhenwald.“
Lars Weisbrod bringt den Isenheimer Altar als kulturelles Gegenbild zur schmerzfreien Gesellschaft der Sacklers ins Gespräch. Er zitiert Jörg Schellers These, dass die drastische Leidensdarstellung Christi am Kreuz in einer Gesellschaft, die jeden Schmerz eliminieren will, gerade deshalb erhellend wirke — weil der Versuch, Schmerz gänzlich abzuschaffen, mit dem Verlust von Intensität und Erlösung einhergehen könne.
„Es gibt doch das Bild beim Isenheimer Altar. Und zwar steht da Johannes der Täufer unter dem Kreuz. Von Matthias Grunewald, von diesem berühmten Maler.“
Der Isenheimer Altar wird als Beispiel herangezogen, um die Rolle Johannes des Täufers als Hinweiser auf Jesus zu veranschaulichen
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