Interview mit Ivan Krastev in der Süddeutschen Zeitung
Ivan Krastev
Der bulgarische Politologe Ivan Krastev analysiert im Interview, wie konservative Regierungen wie Giorgia Meloni Migration zwar nicht praktisch stoppen können, aber politisch davon profitieren, weil sie den Anschein erwecken, das Problem ernst zu nehmen. Seine zentrale These: Moderne Politiker werden zunehmend nach ihren Absichten statt nach tatsächlichen Ergebnissen beurteilt.
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„Ivan Krastev hat dieser Tage in einem Interview etwas sehr Interessantes gesagt. Er sagt, die Rechten, die Konservativen, schaffen es auch nicht, die irreguläre Migration aufzuhalten. Giorgia Meloni in Italien hat das nicht geschafft.“
Lanz zitiert den bulgarischen Politikwissenschaftler Ivan Krastev aus einem aktuellen Interview, in dem dieser analysiert, dass konservative Regierungen wie jene von Meloni Migration faktisch nicht stoppen, aber politisch trotzdem profitieren, weil sie den Eindruck erwecken, das Problem ernst zu nehmen. Krastevs These: Politiker werden zunehmend nach Absichten statt nach Ergebnissen beurteilt.
„Ja, ich habe neulich mal wieder ein sehr interessantes Interview mit Ivan Krastev gelesen, den du ja genauso schätzt wie ich auch. Und ich freue mich auf den Tag, an dem ich den irgendwann mal kennenlerne, weil er einfach ein brillanter Denker ist.“
Lanz bezieht sich auf ein kürzlich gelesenes Interview mit dem bulgarischstämmigen, in Wien lehrenden Politologen Ivan Krastev. Daraus entnimmt er die historische Beobachtung, dass vor 100 Jahren in Wien Menschen an Hunger starben und fast alle Männer auf der Straße ehemalige Soldaten waren — im Kontrast zur heutigen entmilitarisierten Gesellschaft. Die genaue Publikation wird nicht genannt.
„Ich habe dieser Tage mal wieder ein langes Interview gelesen und genossen von Ivan Krastev, Süddeutsche Zeitung. Und da hat, du schätzt den ja auch, dieser bulgarische Politologe, der sagte, das Jahr 25 bedeutet eine ähnliche Zäsur wie das Jahr 89 und er hat das dann sehr genau erklärt und sagte, beides hat begonnen mit dem Niedergang einer Supermacht.“
Lanz zitiert ausführlich aus einem Interview des bulgarischen Politologen Ivan Krastev in der Süddeutschen Zeitung. Krastev argumentiert darin, dass 2025 eine ähnliche Zäsur darstellt wie 1989: Damals hörte die Sowjetunion auf zu existieren, heute höre Amerika unter Trump auf, eine liberale Supermacht zu sein. Lanz nutzt Krastevs Thesen als Rahmen für die Diskussion über das Treffen Merz-Trump und die Zukunft der europäischen Ordnung.
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